Bereits über 180 Jahre lang erfreut das Gürzenich-Orchester Kölner und Nicht-Kölner mit klassischer Musik auf höchstem Niveau. Seit einem Vierteljahrhundert ist die Philharmonie praktisch das Wohnzimmer der Symphoniker, und daran ändert sich auch in der kommenden Saison 2012/2013 nichts. Das neue Programm ist soeben erschienen.

Die Wurzeln des Kölner Orchesters reichen zwar bis ins 15. Jahrhundert zurück, doch erst 1857 zog es mit seinen Konzerten in den „Gürzenich“, jenen Handels- und Festsaal aus der Zeit der Spätgotik, der ihm bald darauf seinen Namen gab. 1888 übernimmt die Stadt die Trägerschaft und beauftragt die Musiker mit der Bespielung der Oper, woran sich bis heute nichts geändert hat. Fast 100 Jahre später zog das Orchester dann in die Philharmonie um und ist von dort seitdem nicht mehr wegzudenken.

Die kommende Saison 2012/2013 wartet wie immer mit einem hochkarätigen und abwechslungsreichen Programm auf. Gleich das Eröffnungskonzert am 2. September kann sich mehr als sehen lassen. Bereits um 11 Uhr vormittags werden die Gürzenicher dann von Starpianistin Hélène Grimaud begleitet. Zu hören gibt es Brahms und Berlioz.

Traditionell findet das Orchester eine ausgewogene Balance zwischen klassischen Werken und modernen, teils weniger bekannten Kompositionen. So muss wenig wundern, wenn ein Konzertabend mal eben Beethoven und Dvorák mit der Deutschlandpremiere einer Arbeit des Briten Thomas Adès verbindet. Erst 2011 war dessen Orchesterwerk „Polaris“ in Miami uraufgeführt worden, jetzt wird es erstmals in einem deutschen Konzertsaal zu hören sein. Mit Bonian Tian am Cello leistet der Konzertabend darüber hinaus einen offiziellen Beitrag zum Kölner Chinajahr 2012.

Ein eigenes „Konzert im Dom“ findet am 11. Oktober statt. Hier führt das Orchester die Cäcilien-Messe von Charles Gounod auf und wird dabei unter anderem vom Vokalensemble Kölner Dom, der Domkantorei Köln, dem Mädchenchor am Kölner Dom und den Männerstimmen des Kölner Domchores unterstützt. Der Eintritt ist frei.

Das gesamte Programm mit allen Zeiten und Ticketpreisen lässt sich auf der Homepage des Gürzenich-Orchesters downloaden.