Eine ganze Weile konnte man den Eindruck gewinnen, Disneys Animationsfilme dienten vor allem dazu, für die spätere Bühnenfassung Werbung zu machen. „Tarzan“ und „Der König der Löwen“ gehört mittlerweile zum Standardprogramm der internationalen Musicalszene. Mit „Die Schöne und das Biest“ kommt ein weiterer Beispielfall demnächst nach Köln.

Musical Dome

Bevor der Musical Dome zum Ausweichquartier für die Kölner Oper wird (oder vielleicht doch nicht), dient er weiterhin als Gastspielstätte erfolgreicher Produktionen des Musiktheaters. Derzeit läuft mit großem Erfolg die „Rocky Horror Show“. Weniger schräg, dafür aber familienfreundlich wird es gegen Jahresende mit dem Disney-Musical „Die Schöne und das Biest“.

In der Kinofassung lag der besondere Witz der Adaption dieses klassischen Stoffs um einen verwunschenen Prinz vor allem in der Belebung von Haushaltsgegenständen wie Teekannen, Stehuhren und Kerzenleuchtern, die sprechen und singen konnten. Für die Bühnenfassung erfordert Derartiges einen ansehnlichen Aufwand an Kostümen, mit denen sich die Illusion einigermaßen aufrecht erhalten lässt.

Die deutschsprachige Inszenierung besorgt das Budapester Operetten- und Musical-Theater, das bereits andere Broadway-Klassiker wie „My Fair Lady“ und „Chicago“ auf die Bühne gebracht hat und außerdem für „Elisabeth“ verantwortlich zeichnet – eine weitere Produktion, die 2011 im Musical Dome gastiert.

Zuvor war „Die Schöne und das Biest“ Ende letzten Jahres im Prinzregententheater München zu sehen und sorgte dort für ein ausverkauftes Haus. In Köln sind Aufführungen für den Zeitraum vom 30.11. bis 18.12. angesetzt. Karten gibt es zwischen rund 18 und 54 Euro.