Warum ließen viele Hamburger ihr Auto doch nicht stehen, obwohl am Sonntag die Nutzung des HVV kostenfrei war?

Ole von Beust vor einigen Tagen: „An einem Sonntag einmal das Auto stehen zu lassen und Hamburg mit der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß zu entdecken, eröffnet sicherlich neue Perspektiven. Ich hoffe sehr, dass viele Hamburgerinnen und Hamburger mitmachen und so ein Zeichen für den Klimaschutz setzen.“

Zwar lockte der Jungfernstieg mit einer großen Veranstaltung zum Autofreien Sonntag mit Ständen, einer Musikbühne von Radio Hamburg, Info-Ständen rund um den Klimaschutz und einer Fahrbahn für Skater und der Möglichkeit sich mit einem Gutschein der Sonntagsmopo eine Philips-Energiesparlampe zu holen, jedoch war der erste freiwillige Autofreie Sonntag am 20.Januar kein großer Erfolg.
Die Umweltbehörde wollte den Autofahrern die Nutzung der öffentlichen schmackhaft machen, in dem es die Benutzung des HVV Gratis Angebot.

Im Gegensatz zu anderen Sonntagen wurden 25% mehr Bahnfahrer und weniger Autos geschätzt, jedoch gaben selbst einige unsere Politiker kein gutes Beispiel ab.

Im Gegensatz zu Ole von Beust (der sein Versprechen hielt) kam der SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Naumann , so sein Sprecher, aufgrund von Terminproblemen zum Neujahrsempfang im Rathaus mit dem Auto.
Dies ist nicht unbedingt ideal kurz vor der Wahl zu Hamburgs neuem Bürgermeister.

Bleibt aber die Frage warum viele trotzdem ihr Auto nutzen, statt ein Zeichen zu setzen.

Lag es wirklich an dem Wetter, wie vermutet wird?
Oder doch daran das das Auto schlicht bequemer ist als sich in die teilweise verdreckten öffentlichen zu setzen in denen einem laute Musik von aufmüpfigen Jugendlichen entgegen schallt oder man Angst haben muss umgerannt zu werden? Lag es vielleicht an dem gewählten Tag?
Wäre ein Wochentag besser, wo mehr Menschen unterwegs sind?

Wie auch immer das persönliche Urteil ausfällt:
Vermutet wird, dass die nächste Autofreie Aktion am 20. April erfolgreicher wird- sofern das Wetter besser ist.