Unter dem Titel „Wuzeln und Visionen“ veranstalten die evangelischen und katholischen Kirchenmusiker des Ökumenischen Kantorenkonvents Köln in diesem Jahr bereits zum siebten Mal ein gemeinsames Kirchenmusikfestival. Vom 1. bis 22. Oktober gibt es zahlreiche Konzerte zu hören, darunter auch Elektronisches.

Kirchenmusikfestival

2000 Mitwirkende, 90 Veranstaltungen, darunter 10 Uraufführungen oder deutsche Erstaufführungen – die Zahlen des diesjährigen Ökumenischen Kirchenmusikfestivals in Köln können sich sehen lassen. An über 40 Locations im Stadtgebiet werden drei Wochen lang Konzerte aufgeführt, die nicht nur für Liebhaber geistlicher Klänge interessant sein dürften.

In historischen Sakralbauten wird ein breites Spektrum an alter und neuer Musik zu hören sein, dass auch ganz bewusst auf andere Weltreligionen blickt. Bereits das Eröffnungskonzert in St. Gereon am 1. Oktober präsentiert Werke türkischer, irakischer, japanischer und deutscher Komponisten gleichermaßen.

Zu den Höhepunkten gehören unter anderem am 15. Oktober die „Nacht der Kirchenmusik“ in St. Andreas mit direkt einmal sechs Konzerten, sowie die Aufführung von Mozarts „Großer Messe in C-Moll“ am 8. Oktober in der Trinitatiskirche. Besonderes Augenmerk gilt aber sicher auch einem Zyklus mit allen Orgelwerken des französischen Komponisten Jehan Alain anlässlich seines 100. Geburtstags.

Eher experimentell hingegen geht es täglich von 12.05 bis 18.00 Uhr in der Basilika St. Georg am Waidmarkt zu. Dort nämlich gibt es elektronisch realisierte Auftragskompositionen von Jono Podmore, Manfred Rücker, David Plate und Frank Stanzl zu hören. Für Köln nichts Ungewöhnliches, denn mit dem Ambienfestival, das jährlich in St. Aposteln stattfindet, hat die Aufführung elektronischer Musik im Kirchenraum ohnehin bereits eine eigene Tradition.

Das gesamte Programm mit allen Zeiten und Locations ist auf der Homepage des Festivals einsehbar.