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Kultur in Frankfurt: Museen, Bühnen und Kunsthallen am Main

Frankfurt ist mehr als Bankentürme und Messe: Am Museumsufer, rund um den Römerberg und in den Stadtteilen wartet eine dichte Kulturlandschaft. So planst du deinen Kulturtag in der Mainmetropole.

Wer an Frankfurt denkt, sieht oft zuerst die Skyline vor sich, Hochhäuser, Banken und das Messegelände. Dabei ist die Stadt am Main eine der dichtesten Kulturadressen Deutschlands. Auf vergleichsweise kleiner Fläche liegen hier Museen von internationalem Rang, renommierte Bühnen und eine lebendige freie Szene. Das Schöne daran: Vieles erreichst du zu Fuß, und zwischen zwei Ausstellungen bleibt immer Zeit für einen Spaziergang am Fluss. Dieser Ratgeber zeigt dir, wo du anfangen solltest und wie du deinen Kulturbesuch klug planst.

Das Museumsufer: Kunst und Wissen auf einer Flussseite

Das Herz der Frankfurter Kulturlandschaft schlägt am Schaumainkai in Sachsenhausen. Entlang des südlichen Mainufers reihen sich zahlreiche Museen aneinander, viele davon in historischen Villen oder markanten Neubauten. Du kannst problemlos einen ganzen Tag hier verbringen und trotzdem nur einen Bruchteil sehen.

  • Städel Museum: Eine der bedeutendsten Kunstsammlungen des Landes, die vom Mittelalter bis zur Gegenwart reicht. Plane hier mindestens zwei bis drei Stunden ein.
  • Liebieghaus Skulpturensammlung: Bildhauerkunst aus mehreren Jahrtausenden in einer Villa mit stimmungsvollem Garten.
  • Museum Angewandte Kunst: Design, Kunsthandwerk und Gestaltung, ideal für alle, die sich für Formen und Alltagsgegenstände begeistern.
  • Deutsches Filmmuseum: Ausstellungen zur Geschichte und Technik des Kinos, dazu ein eigenes Kino mit ausgewähltem Programm.
  • Deutsches Architekturmuseum: Passend zur Hochhausstadt dreht sich hier alles um Bauen und Stadtplanung.

Einmal im Jahr, meist gegen Ende des Sommers, verwandelt sich das Ufer beim Museumsuferfest in eine große Festmeile mit Bühnen, Ständen und Sonderöffnungen. Der genaue Termin wird jeweils auf der offiziellen Website der Stadt bekanntgegeben.

Rund um den Römerberg: Ausstellungen in der Altstadt

Auf der anderen Mainseite, mitten in der Altstadt, findest du die Schirn Kunsthalle. Sie besitzt keine eigene Sammlung, sondern zeigt ausschließlich wechselnde Ausstellungen, häufig mit großen Namen der Kunstgeschichte oder überraschenden Themen der Gegenwart. Ein Blick ins aktuelle Programm lohnt sich daher vor jedem Besuch.

Nur wenige Schritte entfernt liegt das Museum für Moderne Kunst, dessen Hauptgebäude wegen seines dreieckigen Grundrisses von Frankfurtern liebevoll „Tortenstück“ genannt wird. Wer sich für Literatur interessiert, sollte außerdem das Goethe-Haus besuchen, das Geburtshaus des Dichters, das heute zusammen mit dem Deutschen Romantik-Museum einen Einblick in Leben und Epoche gibt.

Bühnen für jeden Geschmack

Auch abends hat Frankfurt viel zu bieten. Die Oper Frankfurt genießt einen hervorragenden Ruf und wurde von Fachkritikern bereits mehrfach als bestes Opernhaus im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Im selben Gebäudekomplex spielt das Schauspiel Frankfurt klassische und zeitgenössische Stücke.

Abseits der großen Häuser lohnt sich ein Blick in die freie Szene:

  • Künstlerhaus Mousonturm: Tanz, Performance und experimentelles Theater in einer ehemaligen Seifenfabrik.
  • The English Theatre: Musicals, Komödien und Dramen komplett auf Englisch, beliebt bei Einheimischen wie bei internationalen Gästen.
  • Varieté und Kleinkunst: In mehreren Häusern der Stadt erwarten dich Artistik, Kabarett und Comedy in intimer Atmosphäre.

Wissenschaft und Natur zum Anfassen

Nicht jeder Kulturbesuch muss sich um Gemälde drehen. Das Senckenberg Naturmuseum zählt zu den größten Naturkundemuseen Deutschlands und ist besonders für seine Dinosaurierskelette bekannt. Kinder kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Erwachsene. Das Museum für Kommunikation am Museumsufer zeigt, wie sich Briefe, Telefon und digitale Medien entwickelt haben, oft mit Mitmachstationen.

Wer zwischendurch frische Luft braucht, findet im Palmengarten eine grüne Oase mit Gewächshäusern, in denen Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen wachsen. Dort finden auch regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen statt.

So planst du deinen Kulturtag

Mit etwas Vorbereitung holst du deutlich mehr aus deinem Besuch heraus:

  1. Kombitickets prüfen: Für das Museumsufer gibt es ein Ticket, mit dem du mehrere Häuser an aufeinanderfolgenden Tagen besuchen kannst. Preise und teilnehmende Museen findest du auf der offiziellen Website.
  2. Ruhetage beachten: Viele Museen haben montags geschlossen, dafür an einzelnen Abenden länger geöffnet.
  3. Zeitfenster buchen: Bei großen Sonderausstellungen lohnt sich die Online-Buchung, um Warteschlangen zu vermeiden.
  4. Kräfte einteilen: Zwei Museen am Tag sind meist genug. Plane Pausen in Cafés oder am Mainufer ein.
  5. Bühnenkarten früh sichern: Beliebte Opern- und Theateraufführungen sind oft Wochen im Voraus ausverkauft.

Häufige Fragen

Welches Museum sollte ich bei einem kurzen Besuch nicht verpassen?

Wenn du nur Zeit für ein Haus hast, ist das Städel die naheliegende Wahl, weil es einen großen Bogen durch die Kunstgeschichte spannt. Für aktuelle Themen ist die Schirn eine gute Alternative.

Ist Frankfurts Kulturangebot auch für Kinder geeignet?

Ja, sehr. Das Senckenberg Naturmuseum, das Museum für Kommunikation und das Filmmuseum bieten viele Angebote für junge Besucher. Zahlreiche Häuser haben eigene Familienprogramme und ermäßigte oder freie Eintritte für Kinder.

Wie komme ich am besten zum Museumsufer?

Von der Innenstadt aus erreichst du das Museumsufer bequem zu Fuß über einen der Mainstege, etwa den Eisernen Steg. Auch Bus und Straßenbahn halten in der Nähe.

Wo finde ich aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise?

Da sich Zeiten und Preise ändern können, schaust du am besten direkt auf der offiziellen Website des jeweiligen Hauses nach. Dort findest du auch Hinweise zu Sonderausstellungen und Feiertagen.