Nach 17 Veranstaltungsjahren verschwindet mit der laufenden Session eine echte Kölner Traditionsveranstaltung von der närrischen Bühne. Die Kinderstunksitzung bot den jüngeren Jecken über anderthalb Jahrzehnte hinweg viel Spaß ohne pädagogischen Zeigefinger. Wachsende Kosten haben die Veranstalter nun zum Aufgeben gezwungen.

„Die erste Karnevalssitzung von Pänz für Pänz“ erblickte das Licht der karnevalistischen Welt im Jahr 1994. Die Paten der guten Idee stammten zum großen Teil aus den Machern der „Stunksitzung“ um Jürgen Becker, und so war auch der Name bereits beschlossene Sache. Die „Kinderstunksitzung“ sollte für 17 Jahre zum festen Bestandteil des Kölner Karnevals werden.

Das Konzept blieb im Wesentlichen immer gleich. Wie bei den Sitzungen der Erwachsenen gab es jedes Jahr einen Elferrat mit Präsident, der dem lustigen Geschehen auf der Bühne vorstand. Sketche, Akrobatik, Live-Musik: alles, was zu einer echten Sitzung gehört, war auch hier vertreten, nur eben zugeschnitten auf ein junges Publikum.

Zu Beginn spielte man im E-Werk und zog später ins Bürgerhaus Stollwerck um. Rund 70 Mitwirkende machten die Veranstaltung immer wieder zu einem runden Ereignis. Ein erwachsenes Team sorgte zudem für professionelle Auftrittsbedingungen. Ende Oktober begann man mit den Vorbereitungen und traf sich für ein Wochenende im Jugendferiendorf Moritz in der Eifel. Anfang Februar fanden dann jeweils die ersten Veranstaltungen statt, TV- und Radioübertragungen inklusive.

Wachsende Kosten, die sich durch die Eintrittskarten alleine nicht decken lassen, zwingen die Kinderstunksitzung nun in die Knie. Fördermittel und umfangreiches Sponsoring gibt es nicht – was angesichts der Unsummen, die aus ganz Köln in den Karneval fließen, kaum nachvollziehbar ist.

Die erste Veranstaltung dieser letzten Session findet am 31. Januar statt. Weitere Termine sind auf der Homepage einsehbar. Karte kosten 10 Euro für Kinder und 13,50 Euro für Erwachsene.