Es gibt Menschen, die leisten Großartiges. Menschen, die dem Leben ein dickes, fettes „Hurra“ entgegen brüllen. Einer von diesen Menschen ist Jaqueline Janke aus Hamburg.

Es ist eine dieser ganz großen unfassbaren Geschichten, ein Wunder: Als Jaqueline einen schlimmen Autounfall erleidet, kostet es ihrer besten Freundin das Leben. Sie selbst fällt ins Koma. 19 Jahre lang verbrachte die starke Frau in einem körperlichen Gefängnis: Locked-In-Syndrom nennt man ein unvorstellbares Leiden. Beidseitig gelähmt, bewegungsunfähig kann der Patient lediglich seine Wimpern bewegen – ist allerdings bei vollem Bewusstsein. 19 Jahre lang kann Jaqueline nichts weiter, als in sich selbst hinein zu lauschen, bis sie aus der Erstarrung erwacht und sich zurück in die bewegte Welt kämpft.

Heute ist die quirlige Frau Schriftstellerin und Künstlerin zugleich. Ihre ersten beiden Bücher hat sie schon veröffentlicht, malen tut sie auch fleißig und beeindruckt mit Durchsetzungsvermögen und Lebensmut. Sie gilt immer noch als schwerstbehindert, kann aber wieder selber essen, sprechen, gehen, sich bewegen… kurzum: ein selbstständiges Leben führen.

Die beeindruckende Frau wohnt in Hamburg und stellt dort nun auch aus. Ab dem 13. 3. bis zum 1.4. könnt ihr in der Gallerie Kunstraum Hosenstall in der Elmenreichstraße 28 ihre fröhlichbunten Werke bestaunen. Sie wird hauptächlich den männlichen Akt ausstellen – ein eher unkonservatives Kunstthema, wie ich meinen würde. Wie man den Mann sehen kann, in all seinen Facetten, seinen Empfindungen und Darstellungsformen: Das liegt ihr mit diesen Werken am Herzen. Eher untypisch, würde ich sagen, aber umso spannender. Ich werde bestimmt hingehen. Allein schon, um die Frau kennen zu lernen, die dem Tod ein Schnäppchen geschlagen hat. Wenngleich das mit Sicherheit für sie nicht einfach gewesen ist. Mit diesem Link gelangt ihr zu ihrer offiziellen Webpräsentation.