Über 50.000 Besucher haben sich seit Mitte März die Ausstellung „Divita-Deutz“ im Römisch-Germanischen Museum angesehen. Sie dokumentiert die über 1700-jährige Geschichte des Stadtteils. Aufgrund des großen Interesses gibt es die historischen Exponate jetzt länger als geplant zu sehen.

Römisch-Germanisches Museum Köln

Ende 2010 waren bei Ausgrabungen am Kennedy-Ufer eine Menge interessanter Fundstücke entdeckt worden, die viel über die Stadtgeschichte von Deutz erzählen konnten. Sie bilden einen entscheidenden Anteil der zugehörigen Ausstellung, die noch bis zum 9. September im Schatten des Doms zu sehen ist.

Frühere Entdeckungen sind ebenfalls Bestandteil von „Divita-Deutz“. Sie reichen bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und vermitteln insgesamt einen Eindruck von der vielgestaltigen Geschichte des rechtsrheinischen Teils der Stadt, dessen Spuren bis zu einem Brückenkopfkastell zurückreichen, das Kaiser Constantin 400 n.Chr. hatte errichten lassen.

Im Mittelalter, als Deutz in den Besitz der Grafen von Berg gefallen war, wurde über der römischen Festung ein überdimensionaler Wehrturm errichtet, der die Macht der neuen Herren dokumentieren sollte. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand an dieser Stelle eine preußische Kaserne, die 1882 vom Bahnhof der Bergisch-Märkischen Eisenbahn abgelöst wurde.

Parallel zur Ausstellung im Römisch-Germanischen Museum ist eine Begleitbroschüre zum Preis von 3 Euro erschienen.

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Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4, 50667 Köln

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag  10 – 17 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat 10 – 22 Uhr

Eintrittspreise:
Ständige Sammlung inkl. Sonderausstellung
regulär 7, ermäßigt 4,50 Euro