Hamburg scheint auf dem Weg zur neuen urbanen City der Zukunft zu sein. Zuerst begeisterte die Elbphilharmonie mit einer einzigartigen Formgebung die Hansestadt und jetzt setzt der niederländische Stararchitekt Rem Koolhaas noch eins obendrauf. Er präsentierte gestern seine Entwürfe für ein Science Center in der HafenCity und verblüffte damit nicht nur die parteilose Kultursenatorin Karin von Welck.

Koolhaas, der nicht gerade zu Designniedlichkeiten neigt, entwickelte mit seinem Team ein Konzept aus Aquarium, Laboratorien, Wissenschaftstheater und Büros. Das Center reicht bis in 70 Meter Höhe und erinnert ein wenig an asymmetrisch gestapelte Container, die sich am Ende zu einem gigantischen „O“ zusammenfügen. Insgesamt verfügt die Immobilie über 275.000 Quadratmeter und entspricht dem Charakter der gesamten Hafencity.

In der Beschreibung des Science Centers heißt es. „Das Gebäude ist Symbol der wirtschaftlichen Vitalität der Hansestadt und Bühne für seine technisch-naturwissenschaftlichen Interessen.“ Das neue Center steht symbolisch als Rettungsring für die hohen Ambitionen der Hansestadt als Wissenschaftsstandort. Hier sollen dann zahlreiche neue Stellenangebote zur Verfügung stehen. Über drei Terrassen wird das futuristische Gebäude unter anderem mit dem Hafen und der restlichen Stadt verbunden sein. Welche Kosten auf die Stadt Hamburg zukommen, steht im Detail noch nicht fest. In der zweiten Jahreshälfte 2009 soll dann der Baubeginn für Koolhaas Bauwerk erfolgen, weil zunächst der Bau der darunterliegenden U-Bahn-Trasse abgeschlossen sein muss.

Damit wird das architektonische Meisterstück wohl zum neuen Mekka für Fotografen und Touristen mutieren. Der Wert der Hafencity dürfte sich mit diesem Projekt weiter vervielfachen. Schon jetzt hält die Hafencity mit ihren zahlreich hier angesiedelten Unternehmen die meisten Stellenangebote Hamburgs für die Arbeitnehmer parat. Mit der Entstehung des Centers wird sich diese Entwicklung weiter fortsetzen.