Seit 1858, seinem Gründungsjahr, steht der Frankfurter Zoo inmitten der Mainmetropole. Heute leben in ihm über 500 Tierarten aus verschiedenen Kontinenten der Erde.
Zoo Frankfurt – Heimat von über 500 Tierarten

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Frühjahr 1944 wurde der Zoo von mehreren Bombentreffern nahezu komplett zerstört. Nach Kriegsende war es vordergründig Professor Bernhard Grzimeks Engagement zu verdanken, dass dem Zoo Frankfurt eine Renaissance widerfuhr. Nicht zuletzt wegen Grzimeks TV-Sendung „Ein Platz für Tiere“, die in den 1960er- und 1970er-Jahren zur Ausstrahlung kam, erlangte der Zoo in Hessen weltweite Bekanntheit. Europas größtes Nachttierhaus wurde nach dem Professor benannt. Im Grzimek-Haus können Gäste des Zoos am Tag nachtaktive Tiere im Dämmerlicht beobachten. Dazu gehören unter anderem afrikanische Erdferkel und Fledermäuse.

Neubauten zwischen 1953 und 1978

Nach der Fertigstellung des Giraffenhauses im Jahr 1953 folgte 1957 die des Exotariums. Diese auch für Pinguine erbaute Anlage repräsentiert die Vielfältigkeit der Arten, ausgehend vom Polarmeer bis hin zu den heißen Regionen des Amazonasgebietes. Zoobesucher können hier Süß- und Seewasserfische sowie Amphibien, Insekten und Reptilien in einer der Natur sehr nahe kommenden Umgebung betrachten. Eines der Highlights im Zoo Frankfurt sind die täglich zweimal stattfindenden tropischen Gewitter über den australischen Süßwasserkrokodilen. Zwischen 1961 und 1970 entstanden das Vogelhaus, das Menschenaffenhaus und die Freianlage für Menschenaffen, 1978 das bereits erwähnte Grzimek-Haus.

Neue Einrichtungen nach dem Jahr 2000

2001 wurde der Katzendschungel Südasiens im Zoo Frankfurt eröffnet. In dem naturnahen Terrain leben neben Nebelpardern auch Tiger, Löwen und Rostkatzen. Zwei separate Becken für Zwergseebären und Seehunde, die Robbenklippen, nahmen im Jahr 2002 den Betrieb auf. Eine mit Unterwasserfenstern ausgestattete Grotte ermöglicht es den Besuchern, im Wasser spielende Tiere unter der Oberfläche zu beobachten, 2004 folgte eine neue Zwergotteranlage. Ein barrierefreier Streichelzoo öffnete 2007 seine Pforten und 2008 entstand das neue Menschenaffenhaus, der Borgori-Wald. Insgesamt leben im Zoo Frankfurt, der zu den ältesten zoologischen Gärten der Welt gehört, derzeit etwa 4.500 Tiere.


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