Für den der neuen Nord-Süd Stadtbahn wurde in Köln von 2004 bis 2011 eine Menge gegraben. Dass dabei auch eine Menge Stadtgeschichte ans Tageslicht kam, ist auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich. Denn zugleich wurde hier eines der größten archäologischen Projekte in einer europäischen Großstadt durchgeführt. Die Funde können jetzt im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung begutachtet werden.

Kamm, Knochen, Chlodwigplatz

Bis zum 5. Mai 2013 erlaubt das Römisch-Germanische Museum unter dem Titel „ZeitTunnel“ einen Blick auf die unterirdische Geschichte Kölns. Dank der archäologischen Ausgrabungen der vergangenen 7 Jahre an der vier Kilometer langen U-Bahn Strecke zwischen Breslauer Platz und Chlodwigplatz ist die Zahl spektakulärer Fundstücke dabei recht groß.

Von der Römerzeit bis zum Zweiten Weltkrieg spannt sich der Bogen der Ausstellung und bietet so einen Blick auf 2000 Jahre Stadtgeschichte. Mehr als 30.000 Quadratmeter Grabungsareal mit einem archäologischen Gesamtvolumen von 150.000 Kubikmetern wurden untersucht und rund 2.500.000 Funde aus allen Epochen Kölns hervorgebracht.

Entsprechend umfangreich ist die Ausstellung. Auf 1.000 Quadratmetern gibt es die Exponate in den beiden Sonderausstellungsräumen und im Foyer des Museums zu sehen. Zu lernen gibt es zudem einiges über die an der U-Bahn-Archäologie beteiligten Naturwissenschaften, von denen der Laie in aller Regel zuvor noch nie etwas gehört hat.

Begleitend erscheint ein 280-seitiges, reich bebildertes Buch, das sich mit neuen Erkenntnissen zur Stadtgeschichte auseinandersetzt.

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Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4, 50667 Köln

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat 10 – 22 Uhr

Eintrittspreise:
Ständige Sammlung inkl. Sonderausstellung
regulär 7, ermäßigt 4,50 Euro