Es ist wieder soweit: Im Gruner + Jahr Pressehaus findet die Ausstellung zum World Press Photo 2011 statt.

Das ist das World Press Photo 2011 ©=mc2/flickr.com

Plakate sind was feines. Sonst wäre mir wohl einer meiner Lieblingsausstellungen flöten gegangen. Und zwar die Ausstellung zu den bewegendsten Pressefotos aus 2010, also dem letzten Jahr. Nicht selten habe ich es, wenn ich mir die Fotos im Internet oder auf den Plakaten ansehe, dass mir wirklich was im Hals stecken bleibt. Diese Fotos sind echt, ungehübscht und Realität. Oftmals echt voller Gewalt, aber nie zu krass. Sie zeigen einfach das Leben außerhalb unseres sicheren Deutschlands. Trümmer, Menschen mit Kriegsverletzungen oder ähnliches.

Dieses Jahr wurde ein Portrait eines Mädchens zum World Press Photo Sieger gekührt. Es zeigt eine 18-jährige Afghanin. Sie heißt Bibi Aisha und ist auf der Flucht. Und zwar vor ihrem Ehemann. Sie versuchte halt in ihrer Familie zu finden, doch das sollte nicht klappen. Als Strafe wurden ihr Ohren und Nase abgeschnitten. Dies hatte der Ehemann durchzuführen- auf Anweisung eines Talibangerichts. Zum Glück bekam sie Unterkunft in den USA als sie von Entwicklungshelfern und US-Soldaten wurde. Dort wird sie aktuell komplett versorgt und betreut.

Dieses und noch viele schockierende und ergreifende Fotos mehr findet Ihr während der Ausstellung im Pressehaus von Gruner und Jahr. Ich werde sie mir auf jeden Fall ansehen, denn das ist wirkliche Pressearbeit. Sie rüttelt auf und holt einen ab und an aus seinem eigenen, guten Schneckenhaus raus.

Zahlen und Fakten

  • 5.691 Fotografen machten mit
  • insgesamt 108.059 Fotos wurden eingereicht
  • 54 Fotografen aus 23 Ländern
  • Zum 17. Mal in Deutschland

Das ist schon ganz schön erstaunlich, wenn das so ließt. So viele Fotos. Die arme Jury, die die alle anschauen musste. Also arm im Sinne, dass das so unglaublich viele waren und daraus nur so wenig gewählt werden konnten. Und nächstes Jahr findet das gleiche Spiel nochmal statt 🙂

World Press Photo 2011

  • G+J-Pressehaus am Baumwall
    Am Baumwall 11, 20459 Hamburg
  • 12. Mai bis 8. Juni 2011
  • Mo-So 10:00 – 18:00 Uhr
  • Mi 10:00 – 20:00 Uhr
  • Eintritt ist frei.