Seit 1998 strahlt der BR das wöchentliche Magazin Quer aus. Jeden Donnerstag ab 20:15 führt der Kabarettist Christoph Süß durch den Abend. Quer ersetzt dabei die Jugendsendung Live aus dem Schlachthof. Berichtet wird über Themen wie Gesellschaft, Kultur, Zeitgeist, Politik und Szene – und immer kritisch und satirisch.

Wenn Bayern sich selbst kritisch betrachtet – Quer vom BR

Das Bayerische Fernsehen und der Kabarettist

Auch wenn der Moderator Christopher Süß heißt, sind die meisten Beiträge eher bitter. Ein markantes Merkmal der Sendung sind die kabarettistischen Einlagen des Herrn Süß. Auch die Reportagen und Glossen der Sendung sind signifikant. Dominik von Glass ist der Außenreporter des Magazins und in Bayerns Städten unterwegs, um Passanten nach aktuellen Ereignissen und Themen zu befragen. Bayerns Politik wird kritisch durchleuchtet und satirisch betrachtet. Oftmals trifft der Spot die CSU, die bayerische Staatsregierung oder die bayerische SPD. Christoph Süß schlüpft in die unterschiedlichsten Rollen, verkleidet sich dementsprechend und diskutiert hitzig mit sich selbst.

Im Zwiegespräch mit Edmund Stoiber

Ein beliebter und fester Bestandteil der Sendung ist das gespielte Zwiegespräch des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (Darsteller ist Wolfgang Krebs) und Urgestein Günther Beckstein. Das Ende des Zwiegesprächs läuft immer auf das Leisten einer Abbitte des Moderators hinaus. Dieses Ende wird derzeit mit Ministerpräsident Horst Seehofer (auch gespielt von Wolfgang Krebs) abgehandelt. In Form einer Puppe an Horst Seehofers Hand kommt auch Christian Ude zu Wort. Das Konzept von Quer bezieht sich auf ein jüngeres Publikum, welches den Dingen kritisch gegenübersteht. 2013 führte der BR das Teletwittern ein. Die Zuschauer können auf der Plattform Twitter Kommentare zu der Sendung posten. Eine Handvoll Tweets schafft es dann, live in der Sendung im BR eingeblendet zu werden.

Mit Biss und hohen Einschaltquoten

2010 hatte Quer einen Marktanteil von 11,4 Prozent und lag damit weit über dem Mittel von 7,5 Prozent des BR. Aufgrund der hohen Einschaltquoten von Quer wird jede Sendung mehrmals auf verschiedenen Sendern und zu verschiedenen Uhrzeiten wiederholt. Mit Quer kann auch Bayern ein bisschen satirisch sein.

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