Als ob der ganze Weihnachtsrummel mittlerweile nicht ohnehin schon ausgesprochen früh anfangen würde, öffnen die zugehörigen Märkte bereits Ende November und nerven bis zum eigentlichen Fest. Wem die Tradition jedoch entgegenkommt, für den kann es gar nicht zeitig genug losgehen. In Köln lässt sich der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom ab dem 22.11. besuchen.

Rund 4 Millionen Besucher zählt der größte Kölner Weihnachtsmarkt auf dem Roncalliplatz jährlich. Einiges soll dieses Jahr anders werden, denn es gibt neue Betreiber, und die versprechen „ein qualitativ hochwertiges, innovatives Konzept“. Wundern kann man sich da schon, denn nichts ist so innovationsfremd und von Natur aus seinen Traditionen verbunden wie ein Weihnachtsmarkt.

127 Buden zählt der aktuelle Lageplan zwischen Dom, Domhotel und Museum Ludwig, und bereits die Nummer 1 der Liste könnte kaum weniger innovativ klingen: „Bratwurst & Co.“ Aber das ist natürlich auch genau, was der Besucher will: Glühwein, Würstchen, Kunsthandwerk und Süßigkeiten – und alles möglichst preislich jenseits von Gut und Böse.

Man muss dem gemäß auch lange suchen, um auf der Ständeliste etwas zu finden, das nicht der gängigen Vorstellung eines Weihnachtsmarktes entspricht. Angeboten werden etwa „Repliken aus dem Goldmuseum“, „Webkunst der Maya“, „Flaschenballett“ oder „Art goes Christmas“.

Was jedoch wirklich zählt, sind vor allem die speziellen Köln-Produkte, und davon gibt es einiges. So finden sich neben den beliebten „Dom-Spekulatius“ und „Dom-Crêpes“ (was auch immer das sein mag), jede Menge Kölner Geschenkartikel, „Domjeföhl gemohlt“, die Glasbläserei „domglas“, „Dom Chocolaterie“ und natürlich Kölsch bis zum Abwinken.

Der gesamte Lageplan mit dem umfangreichen Musik- und Begleitprogramm lässt sich online unter www.koelnerweihnachtsmarkt.com als pdf downloaden.