Wäldchestag Frankfurt 2011: Vom 11.-14.06.

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Der Wäldchestag ist für Frankfurter ein Nationalfeiertag. Seit dem 18. Jahrhundert wird dieses Volksfest am Pfingsdienstag gefeiert.

Wie jedes Jahr feiern die Frankfurter auch wieder im Juni 2011 ihren Wäldchestag. Vom 11. bis zum 14. Juni erwartet das Fest seine Besucher täglich von 12:00 bis 1:00 Uhr. Bei Freiluftattraktionen wie Live-Musik, Verkaufsständen, Spielbuden und Sommergärten wird das lange Pfingstwochenende für Kinder und Erwachsene zum Ereignis.

Wäldchestag: Volksfest an Pfingsten

Der „Weldschesdaach“, wie die Frankfurter ihr Volksfest nennen,  ist schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Seitdem wird der Wäldchestag jedes Jahr am Pfingsdienstag gefeiert. Der Ursprung ist unbekannt. Es wird vermutet, dass das Fest auf den Pfingstaustrieb des Viehs zurückgeht. Im Anschluss daran picknickten nämlich die Mägde und Knechte im Frankfurter Wald.

Heutzutage beginnt das Fest schon am Pfingstsamstag und endet am Pfingsdienstag. Bis in die 90er Jahre hatten die meisten Geschäfte am Pfingsdienstag sogar nur bis nachmittags geöffnet.

Aus dem Jahr 1868 ist bekannt, dass 25.000 Menschen den Wäldschestag besuchten.

Der Frankfurter Friedrich Stoltze widmete 1853 dem Fest folgendes Gedicht:

In Wald, da muß heut Jedes,
Zu Kutsch, zu Pferd, per Eisebah,
Zu Nache un per Pedes.
Un alle Läde un Condorn,
Die wern geschlosse; Alles!
Die Zeil leiht da, wie gottverlorn,
Un leer is selbst der Dalles!

Frankfurter boykottieren Wäldschestag

Bis auf die Zeit während der beiden Weltkriege fand der Wäldschestag jedes Jahr statt. Aufgrund der Blindgänger aus dem Krieg war der Wald 1949 nicht als Veranstaltungsort geeignet und sollte auf den Römerberg in Frankfurt verlegt werden.

Die Frankfurter weigerten sich, den Wäldchestag auf dem Römerberg zu feiern und trafen sich privat trotz der Gefahr im Stadtwald. Ab 1950 wurde der Wäldschestag wieder wie gewohnt im Stadtwald gefeiert.