Reisen ohne Hotel? Das ist möglich, da immer mehr Reisende ihre Unterkünfte anderweitig suchen und auch finden. Die Zahl der Menschen, die privat ihre Unterkunft vermieten und buchen, steigt. Wer selbst in den Urlaub fährt, findet die Möglichkeit vielleicht sehr attraktiv, seine Wohnung oder sein Haus für diesen Zeitraum zur Verfügung zu stellen. Einerseits wird eine Miete kassiert, andererseits bleibt das Zuhause nicht "verlassen", was vermeintliche Einbrecher fern hält. Da stellt sich dann aber die Frage, wer im Schadensfall für die Kosten aufkommen muss.

Wer sich auf sogenannten "Home-Sharing"-Plattformen anmeldet, genießt im Normalfall einen grundlegenden Versicherungsschutz. "Der Schutz ist jedoch kein Ersatz für eine eigene Hausrat- oder Haftpflichtversicherung", sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer des Portals TopTarif.

Glas- und Personenschäden, aber auch mitgeführte Haustiere sind nicht versichert, weiß der Experte. Die Deckungssummen sind teilweise niedrig oder es werden Selbstbeteiligungen fällig. Wichtig ist also, vor dem Überlassen des Objekts genau zu wissen, wer im Schadensfall welche Kosten übernimmt. "Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verlangt von seinen Gästen am besten eine Kaution. Damit sind etwaige Schäden zumindest teilweise abgedeckt", rät Schröder.

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