Schnäppchensuche ist in Hamburg gar nicht so einfach, da sind Flohmärkte eine tolle Alternative.

In Hamburg einkaufen zu gehen, ist nicht einfach nur anstrengend, sondern meistens auch noch kostspielig, da die Hansestadt nicht gerade mit den günstigsten Preisen glänzt. Hinzu kommen überteuerte Markenprodukte, die hier besonders gern an den Mann – bzw. besser gesagt an die Frau 😉 – gebracht werden wollen, was auch funktioniert, denn die schönste Stadt der Welt will ihrem Namen alle Ehre bereiten und versucht sich als Trendsetter schlechthin.

Wer aber keine Lust auf Gucci und co. hat, der kann es ja mit einem der zahlreichen Flohmärkte versuchen. Ich liebe ja solche Märkte, je älter, ramschiger und kurioser, desto besser 🙂 . Ich könnte mich stundenlang auf solchen aufhalten, mit Händlern über das Wetter reden, Kaffee trinken und mich ein bisschen wie Tante Emma von nebenan fühlen… am liebsten ist mir da der ,,Floh-Schanze“, jeden Samstag von 6 bis 16 Uhr kann man auf St. Pauli in der Alten Rinderschlachthalle nach kleinen Schätzen graben und nebenbei auch nette Leute kennen lernen. Denn hier tummelt sich alles, was sonst nirgends hinein passt. Für Studenten meistens ein ,,Muss“ 🙂 .

Aber auch der Eppendorfer Flohmarkt, der allerdings nur viermal im Jahr stattfindet, ist kultverdächtig. Besonders sympathisch: Neuware darf nicht angeboten und verkauft werden.
Und nicht zu verachten: Die vielen kleinen Flohmärkte in den jeweiligen Bezirken. Da einfach mal auf die geklebten Prospekte an der Ampel achten, oftmals werden die eher spontan angekündigt. Es lohnt sich aber immer, an einem freien Wochenendnachmittag vorbei zu schauen.

Auf jeden Fall macht es mehr Spaß, sich mit fünf anderen über die ausrangierte Stehlampe auszutauschen, als sich im überfüllten H&M vor dem ,,Grabbeltisch“ mit zwei weiteren Mädels um das letzte fünf-Euro-T-Shirt zu prügeln. Wer mal so irre gewesen ist, wie ich, an einem Samstag in der Innenstadt einkaufen gehen zu wollen, weiß, wovon ich rede.