Tapete Records ist ein erfolgreiches Indie-Label aus Hamburg, das von Dirk Darmstädter und Gunther Buskies gegründet wurde. Ihr Geheimrezept: Sie nehmen nur Künstler und Bands unter Vertrag, die sie selbst lieben.

Tapete Records wurde im Jahr 2002 vom Musiker Dirk Darmstädter und Major-Label-Abtrünnigen Gunther Buskies in Hamburg gegründet. Heute können Sie auf eine durchaus erfolgreiche Labelkarriere zurückblicken und sehen positiv in die Zukunft, auch wenn beide in diesem Job wahrscheinlich nie reich werden können. Mittlerweile betreuen sie über 50 nationale und internationale Künstler in Sachen Recording, Vertrieb, Promotion und Booking.

Tapete Records: Indie-Label im Aufwärtstrend

Als die Firma Tapete Records 2002 ihren Betrieb aufnahm, gehörten vorrangig lokale und nationale Künstler zu ihren Schützlingen. Tele und Anajo, sowie die musikalischen Projekte von Label-Gründer Dirk Darmstädter gehörten zu den ersten unterstützten Bands. Schon bald entwickelte sich das Label allerdings zum Allround-Unternehmen. Neben der Organisation von Plattenaufnahmen und deren Vertrieb gehörten bald auch Pressearbeit, Booking und Management von Events zu den Aufgaben der Label-Chefs.

Heute stehen neben Hamburger Lokalgrößen wie Superpunk und Newcomern wie 1000 Robota auch internationale Bands auf der Liste das Labels. Dazu gehören englische Bands wie die Dutch Uncles oder Ausnahmekünstler Lloyd Cole, Künstler aus Schweden (Pixie Carnation, The Late Call), Dänemark (Men Among Animals, The Elephants) und den USA (Downpilot). Seit 2008 organisiert Tapete das BootBooHook Festival in Hannover.

Label-Gründer: Dirk Darmstädter & Gunther Buskies

Dirk Darmstädter war Ende der 90er Jahre bereits mit seiner Band „Jeremy Days“ erfolgreich, später stand er unter dem Titel „Me and Cassity“ auf deutschen Bühnen und heute wandelt er unter seinem eigenen Namen entweder auf Solopfaden oder arbeitet an Gemeinschaftsprojekten wie dem mit Bernd Begemann. Dirk Darmstädter kennt das Musikbusiness also seit jeher von Seiten des Künstlers. Ihm sind die Ängste und Sorgen um Existenz, Aufstieg und Fall eines Musikers keinesfalls fremd.

Gunther Buskies ist die perfekte Ergänzung des Künstlers Dirk Darmstädter. Er hat jahrelang bei Major-Labels wie Warner und Universal gearbeitet und vor allem den wirtschaftlichen Aspekt des Musikbusiness einzuschätzen gelernt.

Der Antrieb ein eigenes Label zu gründen entsprang vorrangig dem Wunsch, vielversprechende Künstler zu unterstützen, die auch mit dem eigenen Musikgeschmack vereinbar sind. Hier geht es nicht darum, den ohnehin schon starken Mainstream noch stärker zu machen, sondern tolle Musiker, die noch im Untergrund verweilen an die Oberfläche zu manövrieren. Und allein dafür, so sagte Gunther Buskies in einem Interview mit der Welt, lohne es sich seine eigenen Ansprüche etwas herunter zu schrauben und sich mit einem McDonalds-Gehalt so manchen Monat durchzuschlagen.