Das Kräftemessen der Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes, vertreten durch Ver.di, und Arbeitgebern erreicht mit den heute und morgen einsetzenden Streiks seinen vorläufigen Höhepunkt.

Bekanntlich wird nicht nur in Berlin, sondern in elf Bundesländern gestreikt – in der Hauptstadt setzen heute bereits Stadtreinigung, Wasser- und Schifffahrtsämter ihre Arbeit aus; ab morgen werden der öffentliche Nahverkehr (also die BVG), Kitas und Krankenhäuser bestreikt.

Die Streiks könnten laut Ver.di bis Freitag nächster Woche andauern. Von Seiten der Politik werden die Gewerkschaften für den harten Konfrontationskurs kritisiert; gleichzeitig machen die Arbeitgeber klar, dass die Kommunen mit einer Streiksituation durchaus zurechtkommen könnten. Thomas Böhme, Verhandlungsführer der Kommunen, erklärte der „Financial Times Deutschland“ lakonisch: „Primär sind die Bürger betroffen.“ Insgesamt würden die Kommunen sogar Geld sparen, da sie während der Streiks keine Gehälter zu zahlen bräuchten.