Das 1816 gegründete Städel Museum ist eines der ältesten Kunstmuseen Deutschlands und im Besitz einer eindrucksvollen Sammlung.


Das Städel Museum, auch bekannt als auch Städelsches Kunstinstitut oder Städtische Galerie, liegt am Museumsufer direkt in der Frankfurter Innenstadt. Mit seiner reichen Sammlung, die Gemälde, Fotografien, eine Graphische Sammlung sowie Skulpturen und Installationen umfasst, gewährt das Städel Museum einen Überblick über 700 Jahre europäischer Kunstgeschichte.

Gründung des Städelschen Kunstinstituts im Jahr 1816

Die Gründung des Städel Museums geht auf die Stiftung des Frankfurter Bankiers und Kaufmannes Johann Friedrich Städel zurück. In seinem Testament verfügte er 1815, dass seine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden solle. Zu diesem Zwecke stiftete er sein Haus am Roßmarkt sowie sein gesamtes Vermögen. 1816 wurde so das „Städelsche Kunstinstitut“ gegründet. Seit 1878 befindet sich das Städel Museum in einem imposanten Neorenaissance-Gebäude am südlichen Main-Ufer, das heute als Museumsufer bekannt ist. Neben dem Museum wünschte sich Johann Friedrich Städel die Gründung einer Kunsthochschule. Die so entstandene „Städelschule“, heute „Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule“, zählt zu den renommiertesten Kunsthochschulen des Landes.

Umfangreiche Kunstsammlung im Städel Frankfurt

Das Städel Museum Frankfurt lockt seine Besucher mit einer umfangreichen Kunstsammlung. Rund 2700 Gemälde befinden sich inzwischen im Besitz des Städels Frankfurt. Dabei handelt es sich um Meisterwerke der europäischen Kunst vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart, mit Highlights von Dürer, Botticelli, Rembrandt, Monet, Picasso, Kirchner, Richter und vielen anderen. Neben dieser ansehnlichen Gemäldesammlung verfügt das Museum über eine Vielzahl von Skulpturen und Installationen sowie einer 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken umfassenden Graphischen Sammlung. Als relativ neuer Sammlungsschwerpunkt im Städel hat sich die Fotografie herausgebildet. Eine Partnerschaft mit der DZ BANK bescherte dem Städel Museum Frankfurt 2011 ein große Auswahl an Werken der zeitgenössischer Fotografie. Darüber hinaus verfügt das Städel über eine riesige Präsenzbibliothek, in der 100.000 Druckwerke zur Verfügung stehen.

Notwendige Erweiterung des Städel Museums

Museumsstifter Johann Friedrich Städel legte in seinem Testament fest, dass die Sammlung des Museums „von Jahr zu Jahr vermehrt […] und vervollkommnet“ werden sollte. Dieser Aufgabe ist man nachgekommen und hat in den letzten Jahren vor allem den Bestand des 20. und 21. Jahrhunderts erweitert. Mit dem Ergebnis, dass die Räumlichkeiten des Städel-Gebäudes am Schaumkai nicht mehr ausreichten. Seit 2008 laufen unter dem Motto „Frankfurt baut das neue Städel“ die Maßnahmen für einen 3000m² großen Erweiterungsbau, der in Zukunft die Kunst nach 1945 beherbergen soll.

Moderner Ausstellungsraum unter der Erde

Die Architekten Michael Schumacher und Till Schneider schaffen mit ihrem Entwurf eine begehbare Skulptur, die an sich schon ein Kunstwerk darstellt. Unter der Rasenfläche vor dem Städel wölbt sich der neue Ausstellungsraum mit kreisrunden Oberlichtern nach außen. Bei Dunkelheit leuchten so helle Augen aus dem Boden, bei Tag speisen sie die neuen Räume mit Tageslicht. Am 07. Oktober 2011 wird das Städel Museum samt Erweiterung mit der Ausstellung „Beckmann & Amerika“ wiedereröffnet.