Soziales Stadtteilzentrum „Kompass“ in Berlin-Hellersdorf

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Hellersdorf ist ein Bezirk von Berlin, der immer wieder mit dem Ausdruck „problembehaftet“ beschrieben wird. Es ist aber keineswegs ein aufgegebener Stadtteil; wie zum Beispiel die Errichtung des neuen Stadtteilzentrums „Kompass“ zeigt.

In Hellersdorf-Süd wurde das Stadtteilzentrum Kompass errichtet, das, von vielen Ehrenamtlern unterstützt, als Anlaufstelle für alle Hellersdorfer dienen soll. Als Träger fungiert der Verein FIPP e.V., der sich schwerpunktmäßig mit Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt. Dennoch soll der Kompass kein reines Haus der Jugend sein, sondern ein Ort, an dem alle Generationen zusammenkommen.

Das Stadtteilzentrum Kompass verbindet Hellersdorf © jack_of_hearts_398/Flickr

Stadtteilzentrum Kompass: generationsübergreifend und sozial

Hellersdorf ist ein relativ junger Stadtteil mit vielen Familien, in denen das Geld eher knapp ist. Dennoch leben auch viele ältere Bürger hier, die bis dato kaum Beachtung fanden, wenn es um ein kulturelles bzw. nachbarschaftliches Angebot ging. Der Kompass geht neue Wege und versucht, die Generationen mit ihren Unterschieden aber auch Gemeinsamkeiten zu verbinden.

So findet man hier ein Nachbarschaftscafé, das einen Internetanschluss bietet. Ein Café bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, auf andere Bewohner des Stadtteils zu treffen, für eine geringe Gebühr ein Getränk oder Brötchen zu erhalten. Solche Angebote helfen gerade isolierten Bewohnern, einmal aus ihren Wohnungen zu kommen und sich umzusehen, was der Stadtteil so alles bietet.

Hellersdorf: Veranstaltungen für Familien

Für Mütter, die einmal etwas Entlastung brauchen, wird in einem Toberaum für die Kleinen eine gute Möglichkeit geboten, sich einmal zurückzulehnen. Die oft alleinerziehenden Mütter erfahren so auch eine Erleichterung, sie stehen nicht durchgehend alleine da mit der Erziehung der Kinder.

Ferner bietet der Kompass noch einen 100 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum, der ein vielfältiges kulturelles Angebot ermöglicht: interessante Vorträge, aber auch Lesungen mehr oder weniger bekannter Autoren ebenso wie Konzerte. Da Hellersdorf ein etwas dezentraler Stadtteil ist, bekommen die Bewohner so die Chance, ohne große Anfahrt und für kleines Geld „Kultur“ zu schnuppern. Die viel zitierte Teilhabe wird hier möglich.