Solon-Pleite: Berliner Solarwirtschafter meldet Insolvenz an

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Die Firma Solon machte im Dezember 2011 stark von sich reden, da sie, einst als ein Hoffnungsträger der Solarwirtschaft geführt, nun einen Insolvenzantrag stellen musste.

Hier geht es nicht nur um ca. 500 Arbeitsplätze, sondern auch um Geld, das die öffentliche Hand als Sicherheit gegeben hat. In den ausklingenden 1990er-Jahren nahm die Firma Solon in Berlin-Adlershof bereits ihre Produktion von Solarmodulen auf. Damit gehörte sie sozusagen zu den Pionieren dieser Branche, an die auch viele Verbraucher sehr hohe Erwartungen knüpften. Dies ist eine Technologie, die sich durch ihre Umweltfreundlichkeit auszeichnet und damit als Zukunftsmodell gepriesen wird. Das alles nützte im Fall der Firma Solon jedoch nichts.

Was bedeutet die Solon Pleite für die Solarwirtschaft? © afloresm/Flickr

Insolvenzantrag: Solon Pleite stellt Zukunftsmodell in Frage

Insider sprechen davon, dass nach dem Schritt, einen Insolvenzantrag zu stellen, sehr zügig vorgegangen wird und die vorhandenen 500 Arbeitsplätze bald abgebaut werden. Diesem Desaster voraus ging ein Einbruch des Aktienwerts um 60 Prozent, etwas, das einem Todesurteil gleichzusetzen ist. Dies ist nicht unbedingt mit einem Vertrauensverlust in die Sonnenenergie zu vergleichen, im Fall dieser Firma geht es vielmehr um ein Missmanagement, um Fehlplanungen etc. Die Sonne wird für Solon nun umsonst scheinen!

In diesem Fall zieht eine Insolvenz allerdings sehr große Kreise: Sowohl der Bund als auch die Länder Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, die dem Unternehmen eine Bürgschaft über 146 Millionen Euro ausgestellt haben, könnten von diesem Debakel direkt betroffen sein. Die Konkursmasse dürfte nicht ansatzweise das gewährte Volumen erzielen, sodass man ganz lapidar davon sprechen muss, dass das Geld weitgehend verloren ist.

Solarwirtschaft: Welche Auswirkungen entstehen Solons Insolvenz?

Wieweit sich diese Insolvenz nun auf andere Betriebe der Branche auswirken wird, bleibt abzuwarten, aber es ist dennoch ein epochaler Vorgang, dass ein so „gestandenes“ Unternehmen in einer als positiv eingestuften Branche so ins Schleudern geraten ist. Die Krise, so merkt man immer wieder, ist keineswegs ausgestanden. Alle Branchen und Organisationen hängen letztendlich voneinander ab.