St. Peter, auch „Alter Peter“ genannt, ist eines der Münchner Wahrzeichen. Auf dem Petersbergl, einer der wenigen Erhebungen in Münchens Altstadt gelegen, ist er vom Marienplatz aus in wenigen Minuten erreichbar. Im Inneren der Kirche finden Kunstliebhaber Werke aus verschiedensten Epochen und Stilrichtungen. Zum Beispiel den barocken Taufstein von Kumper sowie die im Rokokostil gehaltenen Seitenaltäre von Ignatz Günther.

Für Münchner, „Zugreiste“ und Gäste die sich gerne einen Überblick über München verschaffen möchten kann man nur einen Aufstieg auf den 56 Meter hohen Turm, den „Alten Peter“, empfehlen. Nach anstrengenden 306 Stufen kann man die lohnende Aussicht über Bayerns Hauptstadt und bei Föhnwetter auch den Blick auf die nahen Alpen genießen.

1958 entdeckte man bei Ausgrabungen das bereits vor der Stadtgründung ein romanisches Gewölbe existiert haben muss, auf welchem in den folgenden Jahrhunderten dann die eigentliche Kirche errichtet wurde. Der Heute existierende Bau geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Im Februar 1327 brannte der Ostchor sowie beide Türme wärend eines Brandes bis auf die Außenmauern nieder. Die beiden Türme wurden abgetragen und 1386 durch den heutigen großen Turm ersetzt.

Der Alte Peter hat in seiner langen Geschichte bereits viel gesehen, dies beweist nicht zuletzt die österreichische Kanonenkugel aus den Koalitionskriegen, welche noch immer in einem Fenstersims der Chorapsis steckt. Sowie das durch den starken Westwind gedrehte Kreuz, welches der Legende nach durch einen Fußtritt des Teufels um 90 ° gedreht wurde.

Ein Besuch von St. Peter sollte in jedem Fall bei keiner Sightseeingtour durch München fehlen.