Jedes Jahr bestimmt ein besonderes Motto das Programm der Kölner Musiknacht, die 2011 bereits zum siebten Mal stattfindet. Diesmal rückt die menschliche Stimme in den Fokus. In weit über einhundert Konzerten taucht sie am 10. September in unterschiedlichster Form auf und bleibt dabei keinem musikalischen Genre fern.

Kölner Musiknacht 2011

In den vergangenen Jahren hatte sich die Kölner Musiknacht um sogenannte Neue, Alte und improvisierte Musik gedreht. Dieses Jahr jedoch geht es zur Abwechslung einmal gerade nicht um eine bestimmte Epoche oder Stilrichtung. Ganz im Gegenteil spielt die Art und Herkunft überhaupt keine Rolle, wichtig ist stattdessen, dass die menschliche Stimme zentral zum Einsatz kommt.

Das kann nun sehr klassisch im Solo- oder Ensemblegesang erfolgen, als reines Instrument oder auch in Verfremdung durch Elektronik und Computer. Verglichen also zu den doch arg zielgruppenorientierten Veranstaltungen der vergangenen Jahre ist die Kölner Musiknacht diesmal vielfältiger und offener. Es dürfte für so ziemlich jeden etwas dabei sein.

Neben alteingesessenen Ensembles mit klassischem Anspruch wie dem Bach-Verein oder dem Kölner Domchor gibt es unter anderen Experimentelles wie „MAM. manufaktur für aktuelle musik“ zu hören, ein Gesamtkonzept aus Musik, Performance und Interpretation, die „Steve O. Band“ mit afrikanischen Wurzeln oder die kubanische „Eierplätzchenband“. Wer will, kann aber auch beiwohnen, wie Klaus der Geiger auf die Shanty Brothers trifft oder das Heckelphon-Trio einige der wenigen bestehenden Stücke für das Instrument gleichen Namens zum Besten gibt.

Es gibt also jede Menge Auswahl unter den über einhundert Konzerten. Spielstätten sind zum Beispiel die Kölner Philharmonie, das Museum für Angewandte Kunst, das WDR Funkhaus, mehrere Kirchen, die Kunsthochschule für Medien oder auch der Kölner Dom. Tickets gibt es zum Preis von 15 Euro im Vorverkauf oder an der Abendkasse.