Zwischen dem 18. und 23. April ist Berlin Gastgeber der Deutschen Meisterschaft im Schwimmen. Bereits zum 120. Mal werden die nationalen Titelkämpfe ausgetragen und auch diesmal hat sich die Elite des Schwimmsports in Berlin-Hohenschönhausen zusammengefunden.

Für die deutschen Schwimmer, die bei der Kurzbahn-WM in Manchester vor knapp einer Woche das Wasser eher gemieden haben, geht es um ziemlich viel, denn hier werden die Tickets für die Olympischen Spiele in Peking vergeben. Die Maßstäbe sind sehr hoch gesetzt, so dass es bereits zu Unmut-Bekundungen der Sportler gekommen war. Sportdirektor Madsen vertritt allerdings die Meinung, dass man die Maßstäbe für die Qualifikation so hoch setzen müsse, weil die internationale Konkurrenz keinesfalls schläft. So wurden allein in diesem Jahr bereits 39 Weltrekorde aufgestellt, aber keiner von einem deutschen Schwimmer. Selbst Lokalmatadorin Britta Steffen hat ihren Weltrekord verloren und brennt darauf, ihn wieder zu erlangen.

Wer also am kommenden Wochenende Spitzensport live erleben möchte, sollte sich ins Sportforum Hohenschönhausen begeben, denn neben den nationale Titelkämpfen im Schwimmen, treten die Eisbären Berlin möglicherweise zum letzten Mal vor dem Umzug in den 02-Arena gegen die Kölner Haie an, um sich die Deutsche Meisterschaft im Eishockey zu sichern. Sollte den Eisbären heute ein Sieg sowohl ein Erfolg in Köln gelingen, schließt sich das Kapitel Wellblechpalast für immer. Wegen der Errichtung der O2-Arena war eine Renovierung der Heimspielstätte der Eisbären nicht mehr zeitgemäß gewesen.

Mit dem Wellbelchpalast geht ein weiteres Stück Ostalgie verloren. Ähnlich wird es wohl in naher Zukunft dem SEZ ergehen, die berlinweit prestigeobjekten wie dem Alexa Berlin weichen müssen.