Es ist das größte und prächtigste Hohenzollernschloss in Berlin. Jedes Jahr zieht es eine Vielzahl Berlin-Besucher hierhin. Der Schlosspark dient den Menschen, die in der Nähe des Schlosses wohnen als Naherholungsgebiet. Die ganze Pracht entfaltet sich jedoch im Inneren des Schlosses.


Falls es doch noch jemanden gibt, der nicht weiß, wie es aussieht, oder dass das Schloss Charlottenburg überhaupt existiert: Es ist ein äußerst beliebtes Motiv für Berlin-Ansichtskarten.

Das Schloss Charlottenburg- die heutige Sehenswürdigkeit

In der Weihnachtszeit wird vor dem Schloss ein wirklich schöner und traditioneller Weihnachtsmarkt abgehalten. Neben den üblichen Glühweinständen, gibt es auch allerlei Leckereien und Kunsthandwerk zu bestaunen, zu probieren und zu kaufen. Wer nach einem schönen Geschenk sucht, oder einfach nur mal das Partyhaus vom Nikolaus auf dem Alexanderplatz vergessen möchte, der kann hier ein wenig herumschlendern.

Neben dem wunderschönen Schlosspark, der zu einem gemütlichen Nachmittag im Freien einlädt, finden im Schloss auch Führungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten statt. In der Orangerie und im Schloss können Anhänger der klassischen Musik auch Konzerte besuchen. Ansonsten lohnt es sich auf jeden Fall, außerhalb der Veranstaltungen das Schloss Charlottenburg zu besichtigen. Man kann die Wohnungen früherer Herrscher besichtigen und einen Einblick in den früheren Glanz Preußens bekommen. Außerdem befindet sich innerhalb der Räumlichkeiten des Schlosses, die größte Sammlung französischer Malereien außerhalb Frankreichs.

Das Schloss Charlottenburg- Zahlreiche Umbauten und Zerstörung im Krieg

Sophie-Charlotte, die Ehefrau des Kurfürsten Friedrich III., dem späteren ersten preußischen König, Friedrich I., und Großmutter Friedrich des Großen, bekam im Jahr 1695 das damalige Schloss Lietzow als Sommerresidenz von ihrem Gatten geschenkt. Sie fing an, es umbauen zu lassen und erweiterte das Anwesen unter anderem um ein kleines Opernhaus und Gebäude für das Gesinde. Nach dem Tod von Königin Sophie-Charlotte ließ ihr Mann das Schloss und die umgebende Siedlung in Charlottenburg umbenennen. Nach seinem Tod wurde das Schloss vernachlässigt.

Erst der große Preußenkönig Friedrich II. hatte es wieder für sich entdeckt. Bis er sich mit voller Leidenschaft seinem Schloss Sanssouci widmete, nahm er noch zahlreiche Umbauarbeiten am Schloss vor und ließ auch den mittlerweile verwilderten Park im Stil des Rokoko umgestalten. Anschließend wurde das Schloss immer wieder für repräsentative Veranstaltungen genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es teilweise zerstört, man beschloss allerdings, es wieder aufzubauen und den Garten im Barock-Stil neu anzulegen. Inzwischen erstrahlt es wieder ins seinem vollen Glanz und begeistert die großen und die kleinen Besucher.

Schloss Chalottenburg, Spandauer Damm 20-24, 14059 Berlin
Die Öffnungszeiten findet ihr hier.