Erstmals werden in Deutschland im Berliner Martin-Gropius-Bau Schätze des Aga Khan Museums, das sich noch im Bau befindet und 2010 in Toronto eröffnet werden soll, ausgestellt. Im Zeitraum vom 17. März bis 06. Juni 2010 können Besucher eine der größten und wertvollsten Sammlung islamischer Kunst bestaunen.

Zu den Kunstwerken gehören Gemälde, Zeichnungen, Keramikware und Holzarbeiten, Gefäße, Inschriften sowie Buchillustrationen wie historisch und kunstgeschichtlich wertvolle Auszüge aus dem Koran, die Bestandteile des Aga Khan Trust for Culture sind.

Aga Khan – Hintergründe

Der Aga Khan ist der Imam, das geistige Oberhaupt, der islamischen Gemeinschaft der Nizari-Ismaeliten. Karim Aga Khan ist der vierte Träger des Ehrentitels, der ursprünglich vom persischen Schah verliehen wurde und seither von Generation zu Generation weiter vererbt wird. Zu seinen Anhängern zählen ungefähr 20 Millionen Ismaeliten in 25 Ländern.

Der derzeitige Aga Khan setzt sich für verschiedene wohltätige Zwecke, unter anderem auch für Afghanistan, ein und nahm sogar 1964 an den Olympischen Winterspielen teil.

Aga Khan –  islamische Kunst und Kultur

Die Ausstellung islamischer Kunst und Kultur beinhaltet mehr als 200 Werke, die über 1000 Jahre Kulturgeschichte widerspiegeln. Sie ist in zwei Teile gegliedert: ‚Das Wort Gottes‚ und ‚Die Route der Reisenden‚.

Das Wort Gottes‚ beinhaltet unter anderem Koranmanuskripte und illustrierte Blätter, während ‚Die Route der Reisenden‚ dem Besucher die islamische Welt präsentiert, angefangen vom muslimischen Teil der iberischen Halbinsel über Ägypten, Damaskus, Bagdad bis hin zu Zentralasien und Indien.

Aga Khan – Exponate

Zu den besonderen Exponaten gehören eine Doppelseite des ‚Blauen Korans‚ aus dem neunten Jahrhundert, Seiten aus dem persischen Heldenepos Shahnama‚ (Buch der Könige) des Dichters Firdawsi, das über 500 Jahre für europäische Ärzte genutzte Standardwerk von Abu Ali Ibn Sina und ein gut erhaltenes mongolisches Seidendamastkleid aus dem 13. Jahrhundert.

Die Sehenswürdigkeiten der Ausstellung heben deutlich die vielfältigen, kulturellen Einflüsse hervor, welche die islamische Kunst und Kultur prägten. Dabei mischen sich arabische Elemente mit persischen, kurdischen, mongolischen, afrikanischen, chinesischen, indischen und europäischen.

Weitere Informationen zu der Ausstellung ‚Schätze des Aga Khan Museums‘ finden Sie hier…

Öffnungszeiten:

täglich 10-20 Uhr
lange Gropius-Bau-Nächte 30.04. und 01.05.

Eintritt:

€ 10,– | € 8,– ermäßigt
Schüler ab 16 Jahren € 5,–
Gruppen (ab 10 Pers.) p.P. € 8,–
Schüler- und Studentengruppen (ab 5 Personen) p.P. € 5,–
Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei.