Heute findet der traditionelle Rosenmontagszug in Kölle statt und während sich die Arbeitnehmer in den anderen Bundesländern abrackern, versetzen die Jecken das Rheinland wieder in einen Ausnahmezustand. Dabei sind der Kreativität wieder einmal überhaupt keine Grenzen gesetzt.

Unter dem Motto „gesellschaftskritisch, werteorientiert und unabhängig“ und hart an der Grenze des guten Geschmacks haben die Wagenbaumeister wieder großartige Leistungen vollbracht. Während heutzutage wirklich alles parodiert wird – die Dschungel Camp C-Prominenz, die politische Obrigkeit, Sportler und Wirtschaftsunternehmen, sah dies bei den ersten Umzügen anders aus. Damals wagte es sich niemand, die Stadtoberen zu karikieren, denn dann schalteten sich sofort die Behörden ein und es drohten hohe Bußgelder oder Haftstrafen.

Zum Glück sind diese Zeiten heute vorbei und mancher Politiker verschließt lieber die Augen vor den Wagen, denn zu groß ist die Angst, selbst betroffen zu sein – dabei muss man doch über sich selbst lachen können. Tausende Besucher werden den Rosenmontagszug am Straßenrand verfolgen und auch wenn der Karneval von Rio noch als der Karneval schlechthin gilt, brauchen sich die Kölner Jecken nicht zu verstecken. Mit lauten „Kölle Alaaf“ –Rufen wird selbst der letzte Karnevals-Muffel zum Mitmachen animiert.

Wer bis heute sich dieser Feier verschlossen hat, sollte einmal im Leben zum Rosenmontag nach Kölle kommen, denn hier tobt das Leben!

Kölle Alaaf! Kölle Alaaf!