Zwischen dem Flusskilometer 499 und 527,3 des Rheins befindet sich eine Reihe von Rheininseln, die man als die Rheinauen zusammenfasst. Diese findet man zwischen Mainz und Bingen. Alle der in diesem Gebiet befindlichen Flussinseln bezeichnet man als Auen.

Das gilt jedoch nur für den Bereich zwischen Petersaue und Rüdesheimer Aue. Die darüber liegende Maaraue zählt nicht mehr als zu den Rheinauen gehörig, da sie eigentlich bereits zum Main zählt. Heute bestehen die Rheinauen nur noch aus acht vollwertigen Inseln, da einige von ihnen im laufe der Zeit ihre Inseleigenschaften einbüßen mussten.

Der ideale Ort für Wasservögel

Die wundervollen Stillgewässer sind für eine Vielzahl von Wasservögeln ein heimatliches Gefilde in den Wintermonaten, in dem sie die kalten Monate verbringen und überwintern. So finden sich hier beispielsweise Schellenten, Reiherenten und Gänsesäger ein, während die Gewässer unter anderem für Haubentaucher, Kormorane sowie Graureiher und -gänse ein ständiger Lebensraum ist.

Auch die Feuchtwiesen und Sandbänke entlang des Rheinufers stellen für viele Watvögel einen guten Rastplatz auf ihrem alljährlich Zug dar.

Auwälder – Garanten für Artenvielfalt

In den vergangenen Jahren hat man sogar wieder zunehmend Weißstörche an mehreren Stellen sichten können. Auwälder sind Gebiete mit einer der größten Artenvielfalten in Europa. So ist die Weichholzaue nahe des Ufers beispielsweise ein Gebiet, das regelmäßig von Überschwemmungen betroffen ist. Somit prägen Weiden und Pappeln diesen Bereich, weil er für sie ideale Lebensbedingungen bietet.

Im weiter innen liegenden Bereich, in der Hartholzaue, findet man Eschen, Ulmen und Stieleichen. Zudem fühlen sich auch manche Vogelarten, zu denen der Pirol, die Nachtigall und der Schwarzmilan zählen, hier besonders wohl.

Rheinauen – Natur pur genießen

Dieses wundervolle Stück Natur, die Rheinauen, zieht natürlich nicht nur Tiere und Pflanzen an, nein auch für den Tourismus ist es interessant, denn viele Menschen fühlen sich eingeladen, hier zu verweilen. Das ist nur verständlich, denn während man die Natur in vollen Zügen genießt, fällt die Entspannung sehr leicht.

So bieten die Kölner Rheinauen zwischen Worringen und Langel sich an, einen ausgiebigen Spaziergang zu machen, während sich der Rhein immer im Blickfeld befindet. Aber auch Radfahren auf einem der geebneten Wege freut sich großer Beliebtheit.

Damit dieses Biotop auch weiterhin so schön bleibt, gibt es verschiedenste Vereine die sich für den Schutz und die Pflege einsetzen.