Zu den berühmtesten Epen der Weltliteratur gehört der indische Ramayana. Das in Sanskrit verfasste Heldengedicht ist ein wichtiger Teil der hinduistischen Religion und hat über Jahrhunderte hinweg Künstler zu Bebilderungen und Interpretationen unterschiedlichster Art motiviert. Ab dem 21. April zeigt das Kölner Rautenstrauch-Joest Museum eine umfangreiche Ausstellung zum Thema.

Die Asketen bitten Rama um Schutz

Als Exponate gibt es 87 Bilder aus der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert zu sehen. Sie schildern einzelne Episoden des aus 24.000 Doppelversen bestehenden Epos. Erzählt wird die Geschichte des Kronprinzen Rama, der einer Intrige zum Opfer fällt und mit seiner Frau Sita in die Verbannung ziehen muss.

Die Ausstellung im Rautenstrauch-Joest Museum unter dem Titel „Rama und Sita – Indiens schönste Liebesgeschichte“ folgt dem aus sieben Büchern bestehenden Aufbau des Ramayana, beginnend in der Stadt Stadt Ayodhya, von wo aus der Kronprinz von seinem Vater verbannt wurde. Alle Schauplätze sind begehbar und werden akustisch untermalt.

Im Zentrum stehen 16 Miniaturmalereien, die als die detailreichsten Darstellungen des Epos gelten. Die Bilder werden im Umfeld einer Installation aus beleuchteten Raumkörpern gezeigt, auf denen es Details der einzelnen Gemälde zu sehen gibt. Sie zeigen die Entführung von Sita durch einen Dämon, ihre Errettung und die Rückkehr Ramas zu seinem Geburtsort.

Begleitend erscheint ein 216-seitiger Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen, originalen Textauszügen und Erläuterungen. Zusätzlich ist ein zweisprachiger Audioguide erhältlich.

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Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt
Cäcilienstrasse 29-33, 50667 Köln

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 20 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr

Eintritt Sonderausstellung:
regulär 5, ermäßigt 3 Euro