„Ich bin im Club.“

Diesen Satz kannte man bisher vornehmlich aus englischen Romanen des 19ten Jahrhunderts – Bei Oscar Wilde, Conan Doyle oder Henry James verbrachten manche Protagonisten mehr Zeit im Club als zuhause. Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts verschwanden die elitären Clubs allmählich, oder sie pervertierten zu den „Clubs“, von denen 50 Cent rappt, die eigentlich Diskotheken, Bars, Bordelle sind, aber eines bestimmt nicht: Clubs im klassischen Sinn.

Findige Berliner planen jetzt eine Art Wiederbelebung der Clubs, wenn auch unter grotesken Umständen: Um das Rauchverbot in öffentlichen Gaststätten zu umgehen, planen einige Berliner Gastwirte, ihre Kneipen in private Vereine umzutaufen. Sicher, die Laufkundschaft würde wegfallen – aber die Stammkundschaft wäre, mittels Mitgliedsausweis, eng an die Kneipe den Club gebunden. Und rauchen dürfte man auch, wenn alle rauchen. Pfiffig, was?

Das Ordnungsamt meldet aber schon Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorhabens an – wer Alkohol gegen Geld ausschenkt, betreibt nunmal in Deutschland eine Gaststätte; und es ist egal, ob diese nur Mitgliedern oder der Öffentlichkeit zugänglich ist – das Rauchverbot gilt.

To be continued, I guess. 😉