Wofür ist Hamburg berühmt und berüchtigt? Genau. Für die Reeperbahn. Für Sexkinos, Striplokale und Erotikshops. Sex in Hamburg ist schmutzig, ist Spaß, ist aufregend. Aber der brickelnde Genuss kann auch ganz schnell in Kriminalität umschlagen.

Sex in Hamburg ist die normalste Sache der Welt! © Flickr/segundos.com.br

Während die Reeperbahn ein lustiges Pflaster zum Feiern ist, wo man natürlich auch einschlägige Bekanntschaften machen kann, war St. Georg immer ein heimlicher Treffpunkt für organisiertes Verbrechen. Vor einigen Jahren gab es hier sogar noch den offiziellen Babystrich, der heute zum größten Teil Gott sei Dank zerschlagen ist und bleibt. Beinahe war man ja schon versucht, St. Georg wieder zu mögen, als einen bunten Stadtteil, der zwar noch immer nicht ungefährlich, jedoch mittlerweile fast sogar nett war.

Aber jetzt durfte ich hier lesen, dass vor kurzem ein Zuhälterkreis zerschlagen wurde, der aus Rumänien hier eingenistet, Frauen auf den Strich schickte. Mädels, die nicht zu diesem auserwählten Kreis gehörten, wurden gezwungen, 500 Euro Standgeld pro Woche zu zahlen. Prostituierte, die nicht nach den ihrigen Spielregeln mitspielten, wurden mit psychischer sowie physischer Gewalt unter Druck gesetzt. Beispielsweise wurde einer Mutter der Säugling weggenommen, damit sie sich wieder „benahm“.

Nun hat die Polizei nach über vier Jahren endlich geschafft, die Verantwortlichen dingfest zu machen und Hamburg somit wieder etwas „sauberer“. Übrigens wurden einiger der Zuhälter in ihrem Heimatland geschnappt.

Natürlich ist Hamburg besonders für solche Leute anziehend und verlockend, immerhin suchen meist hier die Geschäftsmänner nach dem Sexabenteuer. Viele Touristen besuchen unsere Hansestadt allein wegen der Sexmeile! Zwar ist Hamburg schon lange nicht mehr so versaut und locker wie noch vor einigen Jahren, aber mitnichten ist Hamburg so spießig wie beispielsweise Köln 😉 . Trotzdem schade, dass immer wieder Verbrecher versuchen, diese Freiheit in der schönsten Stadt der Welt so auszunutzen. Denn das wird diese Freiheit irgendwann vollkommen einschränken, bis auch Hamburg so langweilig und öde ist wie andere graue Mäuse der Großstädte.