Manchmal muss man eben spontan sein: So wie mein Freund & ich am Freitag als wir zum Poetry Slam Finale gingen.

Das Slam Finale- einen Besuch wert! ©Metro Centric/flickr.com

Das Slam Finale- einen Besuch wert! ©Metro Centric/flickr.com

Ich sage Euch: Manchmal ist einem das Glück hold. Ich saß Freitagvormittag vorm PC und surfte auf der Mopo-HP als ich auf ein Gewinnspiel aufmerksam wurde. Am Freitag war im Schauspielhaus ein Poetry Slam und dafür gab es Karten zu gewinnen. Also schickte ich mal einfach so ’ne Email hin und wenig später hatte ich die Gewinnbestätigung. Jeah! Doch fast wären wir doch nicht hingegangen, denn immerhin waren wir mitten im „Neue Wohnung-Umzugsstress“. Zum Glück sind wir doch gegangen =)

„Kampf der Künste“
Hamburg ist ja bereits als Slamburg bekannt, denn wir haben einige Veranstaltungen für diese außergewöhnliche Form des Dichtens. Im Schauspielhaus traten mehrere Künstler, darunter 2 Teams an die je 5 Minuten Zeit für ihre Lyrik hatten. Ob geschrien, getanzt, gefeiert oder protestiert wurde- jeder Auftritt war der Hammer. Auf seine eigene Art.

Die Künstler- jeder ein Gewinner
Im Poetry Slam Finale geht es um die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft. Dazu treten die Gewinner aus der Saison gegeneinander an. Diesmal waren es: Titelverteidiger Sebastian 23, September-Sieger Gauner, Oktober-Sieger Felix Bonke, November-Sieger Julius Fischer, Dezember-Sieger Scharri, Januar-Sieger Team Attacke, Februar-Sieger Andy Strauß, März-Sieger Moritz Neumeier, April-Sieger Die Semsrott Zwillinge, Mai-Sieger Nico Semsrott. Als Special Guest war der Singer Slam Jahressieger 2008 Jan Koch dabei, der in seinem Song die Frage stellte ob man sich nach vielen Jahren und Problemen noch „leiden“ (was für ihn so viel wie „ertragen“ heißt) kann. Gänsehautfeeling!! Wie es so üblich ist durften mehrere Leute aus dem Publikum die Jury darstellen und gaben nach jedem Auftritt eine Wertung von 1-10 ab. Es gab 2 Durchläufe und die Finalisten am der beiden runden wurden am Ende beide Gewinner, da man nicht ausmachen konnte wen wir besser fanden.

Nicht nur die Künstler waren ein Highlite
Auch wenn wir natürlich wegen des Slams kamen, so mussten mein Freund und ich feststellen, dass auch der Moderator ein echtes Highlite war. Nicht nur, dass wir ihn aus damaliger Nachbarschaft kannten, nein.. Der junge Mann führte uns mit trockenem (aber guten) Humor durch die Veranstaltung und erklärte uns zwischendurch das Leben und die Wahlen im Iran. Dabei nahm er nicht nur die Iraner auf die Schippe, sondern vor allem auch die Amerikaner, einige Promis und manchmal auch uns deutsche 🙂 Nebenbei wurde die eine oder andere Flasche Prosecco auf der Bühne geleert und die Künstler gefeiert.