Eine ganze Weile lang war die Zukunft des traditionellen Kölner Architekturfestivals offen, denn die städtischen Zuschüsse standen auf dem Prüfstand. Quasi in letzter Minute jedoch konnte Oberbürgermeister Jürgen Roters beim Ministerium Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen eine Regelung durchsetzen, die für alle Beteiligten tragbar ist. Plan10 findet also statt und macht Köln vom 24.9. bis 1.10. zur architektonischen Ausstellungsfläche.

1999 war das Forum aktueller Architektur in Köln initiiert worden, um „ein neues Mittel der Kommunikation für Architektur und Städtebau zu schaffen“. 2010 findet das Festival nunmehr bereits zum 12. Mal statt. Dieses Jahr allerdings wird auch die Beziehung zu künstlerischen Ausdrucksformen Thema sein, und so werden Malerei, Film, Video, Theater oder auch Literatur auf unterschiedliche Weise ins Programm mit eingebunden.

Plan10 setzt dabei auf ein Kulturangebot, das Insidern wie Laien einen Zugang zur Wechselwirkung von Städtebau, Architektur und Kunst ermöglicht . Insgesamt sind etwa 40 Beiträge vorgesehen, die über die ganze Stadt verteilt werden. Einen zentralen Veranstaltungsort gibt es jedoch auch. Er ist dieses Jahr in den Opernterrassen und im Schauspielhaus angesiedelt.

Zu den Programmpunkten gehören u.a. der Start des Projekts „Was isst Ehrenfeld“ zur Entwicklung einer grünen Durchwegung im gleichnamigen Stadtteil, eine Plakatkampagne, bei der aus Sicht von Künstlern und Architekten stadtverändernde Maßnahmen zu sehen sein werden, eine Ausstellung mit aktueller Videokunst zum Thema Städtebau, eine Hotel-WG, die allen Interessierten zugänglich ist, sowie vieles andere mehr.

Plan 10 ist ein Projekt der Initiative StadtBauKultur NRW und wird gefördert von der Stadt Köln, sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr von NRW.