Eigentlich schon das absolute Pflichtprogramm für jeden Hamburg-Touristen: Die Reeperbahn-Führung mit der wohl bekanntesten und witzigsten ,,Transe“: Olivia Jones.

Jeder Hamburger hat zumindest schon einmal ihren Namen gehört, wenn nicht sogar ihre Führung mitgemacht: Olivia Jones.
Ich selber erinnere mich noch gut an meine erste ,,Begegnung“ mit ihr, zu dem Zeitpunkt wohnte ich noch in meinem kleinen Kuhdorf am Ende der Welt und erblickte ihr grell geschminktes Gesicht in der Fernsehsendung ,,Frauentausch“. Schon damals fand ich die Dame, die sich auf dem Bauernhof überhaupt nicht wohl fühlte, überaus sympathisch.
Später traf ich sie dann des Öfteren zufällig auf dem Kiez, bei eben einer ihrer schrägen Führungen.

Olivia Jones gehört zu Hamburg wie der Hafen oder wie der FC St. Pauli, sie ist das absolute Sinnbild für den Humor, die Schrägheit und die Toleranz der Hansestadt. Wer die schönste Stadt der Welt mal von seiner anderen Seite kennen lernen will, als nur die hübsche Rathausfassade, sollte sich unbedingt um eine der Führungen bemühen. Olivia führt ihre Häschen vom Millerntor bis zur Großen Freiheit, an jedem Wochenende zwischen April und Dezember.
Mittlerweile ist die draufgängerische Mrs. derart beliebt, dass sie sogar schon über das Reiseunternehmen TUI buchbar ist.

Olivia kokettiert mit ihrer Andersartigkeit und niemand kennt die Widersprüche, die laute Party zu dem großen Elend, unserer Reeperbahn besser als die sogenannte ,,Draq Queen“. Wer sich für die zwei Stunden in ihre ,,Klauen“ begibt, kehrt nach einer unvergesslichen Safari um einige Erkenntnisse bereichert, wieder zurück. Wie unschwer zu erkennen ist: Ich kann die Führung nur jedem ans Herz legen, wer sich nicht lange in Hamburg aufhält und trotzdem ein bisschen mehr als nur den Hafen erleben und ein anderes Bild von der Stadt gezeichnet haben möchte.

Update: Oliva Jones wurde zwar nicht Dschungelcamp-Königin 2013, aber dafür sollte man ihr den Läster-Schwester-Pokal überreichen. Mit Ihr wurde das Dschungelcamp 2013 nie langweilig.