Transport soll Hamburg zusätzliche Arbeitsplätze verschaffen

Durch die Logistik-Initiative Hamburg wurden 2000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Im Zuge der Initiative soll mehr Verkehr über die Binnenschiffe laufen.

„Durch Projekte, die mit unserer Initiative zusammenhängen, haben wir 2000 weitere Stellen geschaffen“, sagte Gernot Lobenberg, Leiter der Initiative, der WELT. Das sind 500 Jobs mehr als im Jahr 2006. Die Logistik-Initiative hat sich hohe Ziele gesteckt, bis zum Jahr 2015 sollen rund 14 000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Branche in Hamburg entstehen. Man will mehr Transport auf die Binnenschiffe verlegen. „Wir wollen den Anteil der Binnenschifffahrt von derzeit nur einem Prozent am Gesamtumschlag bis zum Jahr 2015 Jahren auf fünf Prozent erhöhen“, sagte Lobenberg. Dadurch sollen Straße und Schiene beim Transport in das Hinterland entlastet werden.

Zusätzlich soll sich dafür eingesetzt werden, dass auch innerhalb des Hamburger Hafens stärker auf den Schiffstransport gesetzt wird. „Wir müssen einfach kreativer werden mit unseren Ideen, den Transport in den Hafen hinein und wieder in das Hinterland zu verbessern“, sagte Logistik-Experte Lobenberg. Der Manager hat zuvor im Daimler-Konzern Erfahrungen gesammelt. Viele kleine Veränderungen könnten am Ende deutliche Verbesserung bringen. (WELT)

Leider ist nicht deutlich, wie genau man all diese Verbesserungen erzielen will. Die Ziele sind gut gesetzt, doch ein genaues ‚wie’ findet man in den Ausführungen Lobenbergs nicht.

Man ist sich jedoch einig, dass man für die Verwirklichung der oben aufgeführten ziele viel Geld benötigt. Lobenberg selbst wurde von der Bundespolitik dazu aufgefordert, mehr Geld in den Ausbau der Verkehrswege zu stecken.

Im Moment bleibt also abzuwarten wie sich die Initiative entwickelt und ob es gelingt, die angepeilte Zahl an zusätzlichen Arbeitsplätzen zu erreichen. In Hamburg ist man zuversichtlich: Innerhalb der Logistik-Initiative, der neben der Hansestadt auch Bayer, Berlin-Brandenburg, Bremen, Niedersachsen und der Rhein-Main-Raum angehören, sieht sich Hamburg als ‚Primus inter Pares’ (lat.: Erster unter Gleichen). Aber es heißt ja auch: „Die letzten werden die ersten sein.“