Hamburg ist die derbe Hafenstadt im hohen Norden von Deutschland. Besucher erwarten Wasser, Wind und diese leise Aufbruchsstimmung in den dunklen, engen Straßen, die uns von der großen weiten Welt heimliche Geschichten zuflüstern. Aber daneben bietet Hamburg auch Natur pur auf langen, sandigen Sohlen: Nämlich die Wanderdüne im Naturschutzgebiet!

In der Düne ist es herrlich urlauberisch 😉 © Flickr/Allie_Caulfield

Könnt ihr euch vorstellen, dass die ganze Fläche von Berliner Tor bis nach Bergedorf früher mal nur aus Wanderdünen bestanden hat? Wahnsinn, oder? Jetzt strecken glänzende Fassaden ihre Leiber gen blauen Himmel und Menschenpulks drängen in die U-Bahn. Doch der Sand war im 19. und 20. Jahrhundert ein wertvolles Gut und wurde deshalb für bare Münze abgetragen, um Platz für uns, den gierigen Menschen zu machen.

Übrig geblieben sind lediglich die Boberger Dünen. Das Land erstreckt sich durch ein riesiges Naturschutzgebiet, durch das man zu manchen Zeiten wandern kann. Kinder können sich in endlosen Sandburgen verlieren, Eltern auf rotweiß karierten 😉 Decken picknicken (und knutschen) und auch sonst ist es herrlich, hier vom bunten Großstadtgetummel zu entspannen. Allerdings muss man dafür früh aufstehen: Mittwochs und Donnerstags könnt ihr die frische Luft bis 13 Uhr, Freitags gar bis 14 Uhr, atmen. Am Wochenende dann von 12 bis 17 Uhr.

Finden tut ihr sie auch ganz einfach, dank HVV: Ihr fahrt mit der U3 einfach bis Mümmelmannsberg und von dort aus mit dem Bus bis zu der Haltestelle „am Langberg“. Ich finde, das ist die ideale Idee, um einmal aus der Stadt raus und nicht bloß immer nur in einen Wald zu glotzen. Ich meine, das ist auch schön – aber Wanderdünen haben ja nunmal einen ganz eigenen Flair. Das hat was von Urlaub im großartigen Nirgendwo. Einfach abschalten und sich den herrlichen Naturimpressionen übergeben. Ich wünsche euch dabei viel Spaß!