Münchner Elizabethmarkt

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Es führt kein Weg daran vorbei, ob im Ausland oder zu Hause: Märkte in allen Formen -am besten in vielen Formen- ziehen uns mit Ihrer Idylle an. Unser bekanntester Markt in München ist ja wohl der Viktualienmarkt groß, bekannt, vielfältig. Da gibt es aber noch viele weitere kleine Schmuckstücke. So wie den Elizabethmarkt. Hier heißt das Motto eher klein, idyllisch, fein.

Doch auch hier kriegt man alles was man braucht und auch was man eigentlich nicht braucht. Besonders jetzt zur Weihnachtszeit endecken wir hier Einiges. Vom professionellen Graffiti bis hin zum alteingesessenen bayrischen Käse-Stand und auch einen Nordsee den man so nicht erwartet. Der Name des Marktes kommt von unserer Sisi, die damals mit Ihrem Franz viel Zeit in Schwabing verbrachte. So führt uns die Geschichte des Marktes durch den zweiten Weltkrieg, indem man den Markt als Ort nutzte, um eben diesen Krieg zu finanzieren. Also auch geschichtlich gesehen ist einiges geboten.

Graffiti an der Wand zum Elisabethmarkt in München

Als Highlight ist aber unbedingt die Gaststätte zum Wintergarten zu nennen. In der man nicht all zu selbstverständlich sein Bier trinken kann. Ursprünglich nämlich war dieses Gebäude ein Milchhäusl. Der Gründer und Arzt Carl Brendel wachte persönlich darüber, dass jeden morgen pünktlich die Milch ausgegeben wurde und eben nichts Anderes. So würde er die „Eindämmung des Völkergifts Alkohol“ durchsetzen. Aber dass das in Bayern auf lange Zeit gesehen fehlschlug und sich dann doch ein Biergarten durchgesetzt hat, war irgendwie abzusehen.

Und falls nun jemand auf die Idee kommt auch einen Stand zu eröffnen, muss er sich wie eh und je mit den Münchner Behörden und den strengen historischen Satzungen „anlegen“ und muss neben seinen Nachweisen auch ein Foto beilegen. Und zum Schluß noch die Geheimtipps: Für ein gemütliches Mittagessen empfiehlt man sich „susa saft und suppen“ Laden nicht zu verwechseln mit „susas süße sachen“. Wer zu Silvester gerne Raklett isst, der sollte unbedingt bei der Biokäsemanufaktur vorbeischauen, die kürzlich Jubliäm feierte.