Morgen Urteil für Münchner U-Bahn-Schläger

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Morgen ist es so weit. Das Landgericht München I wird morgen ein Urteil sprechen und damit gewisse Maßstäbe setzen.

Zwar ist das Landgericht wahrlich nicht die letzte Instanz, allerdings wird diesem Urteil eine gewisse Symbolträchtigkeit zugesprochen. Wie hart kann und muss der Staat mit Gewalttaten dieser Kategorie umgehen?

Spyridon L. und Serkan A. wurden am 20. Dezember in der U-Bahn von einem Rentner angehalten nicht in der U-Bahn zu rauchen. Als der Rentner dann am Arabellapark ausstieg wurde er von den beiden Tätern hinterrücks attackiert und brutalst zusammengeschlagen.

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Nun stehen sie vor dem Landgericht und morgen soll ein Urteil gesprochen werden. Entscheidend für die Härte der Bestrafung sind verschiedene Faktoren.

Einerseits ob der damals 20-jährige Serkan A. noch unter das Jugendstrafrecht gestellt werden soll oder nicht. Und andererseits ob die Tat nun als Mordversuch oder lediglich als schwere Körperverletzung gewertet werden soll.

Die Staatsanwaltschaft hat auf jeden Fall neun und zwölf Jahre Haft gefordert.

Man darf also gespannt sein!

Zwar wird es dem Opfer jetzt wenig nutzen, aber immerhin sieht man in letzter Zeit – zumindest kommt mir das so vor – öfter die U-Bahn-Wache patroulieren. Hoffentlich ist das nicht nur eine vorübergehende Maßnahme, denn ich bin mir relativ sicher dass mit einer höheren Präsenz ähnliche Straftaten vereitelt werden können oder zumindest nicht so ausarten.

Denn für diese Art von Brutalität gibt es nicht einen einzigen hinreichenden Grund. Vor allem nicht bei der Lappalie die der Rentner angesprochen hat.

Ich hoffe wirklich, dass Gerechtigkeit walten wird und die Täter eine ausreichende Bestrafung erhalten!

Quelle: Sueddeutsche.de