Die Sonne lacht, der Frühling tanzt in den Mai und Blümelein erblühen in der Stadt. Es ist Ostern und Hamburg erfreut sich an einem strahlendblauen Himmel.

Mit dem Rad Hamburg entdecken! Flickr/eriwst

Was macht ihr da? Sitzt vor dem Bildschirm und sitzt euch den Hintern platt? Draußen scheint die Sonne, ihr seid in Hamburg, also los, raus und rein in das bunte, herrliche Großstadtgetrubel. Was, ihr wisst nicht, wie und was ihr tun sollt? Habt ihr ein Fahrrad? Ja? Super, dann kann´s ja losgehen.

Das fantastische an Hamburg ist ja, dass sich alles dicht an dicht aneinander schmiegt. Hier ist der Hafen, um die Ecke das Rathaus, noch ein kleines Stückchen und wir sind auf der Reeperbahn. Alles nicht weiter als ein sprichwörtlicher Katzensprung. Deshalb lege ich auch jedem Hamburger ein Fahrrad wärmstens ans Herz. So entstaubte ich nämlich heute Morgen mein Fahrrad, schwang mich auf den Drahtesel und brachte die Mühle mal wieder in Schwung – und war erstaunt, was sich da alles finden ließ.

Innerhalb einer halben Stunde war ich am Hauptbahnhof und aalte mich neben etlichen weiteren Leuten an der Alster in der Sonne. In Hamburg gibt es eine Menge Grünflächen, rund um der Alster zum Beispiel. Auch der Stadtpark dürfte jedem ein Begriff sein. Aber es gibt noch weitere mauschelige und heimelige Plätzchen, so im Schanzenviertel der Schanzenpark, der sich direkt neben dem U-Bahnhof „Sternschanze“ befindet.
Viel schöner fand ich heut allerdings den „Hammer Park“ im Bezirk „Horn“ vor dem Horner Kreisel. Wie ein heimliches Nestchen offenbart sich hinter einem schmiedeeisernen Tor eine zauberhafte Welt: Ein Reiher stand einbeinig im Teich und ließ sich ob der aufgeregten Menschentraube gar nicht weiter stören, Entlein paddelten um ihn herum und sammelten Brotkrumen. Ein leckerer Duft wehte mir um die Nasenflügel, jemand grillte auf der Wiese hinter mir und eine Gruppe Jugendlicher prosteten sich mit grünen Bierflaschen zu, während das Licht sich auf dem Glas weidete.

Doch der Park ist aus einem anderen Grunde unglaublich atmosphärisch: Überall verstecken sich im Gebüsch große Schachfelder mit riesigen Schachfiguren. Außerdem befinden sich hier und da kleine Tische mit Schachfeldern in Normalgröße. Erwachsene mit tiefen Denkfalten auf der Stirn standen neben den riesigen Figuren herum, während sie sich ihren nächsten Zug überlegten und dicke Rauchschwaden von braunen Zigarren durch die Luft waberten.

Kurzum: Es gibt eine Menge zu entdecken in der grünsten Stadt Deutschlands. Und falls ihr kein Fahrrad habt, könnt ihr euch am Hauptbahnhof neben dem Schanzenbäcker eines gegen geringe Gebühr am Automaten ausleihen. Mehr zum Stadtrad erfahrt ihr auf dieser Seite.