Die Wiederholung der MSA Klausuren hat in Berlin den nächsten Skandal hervorgerufen.

28.000 Schüler mussten nachschreiben. Zwar sind die Lösungen wohl diesmal nicht durchgesickert, nach den Prüfungen aber häuften sich die Vorwürfe, die Aufgaben seien zu schwer gewesen.

Das will der dieser Tage schwer gepeinigte Bildungssenator Zöllner nicht auf sich sitzen lassen: Er lässt jetzt einen unabhängigen Gutachter der Humboldt-Universität Berlin die ursprünglichen Aufgaben mit den neuen vergleichen, um festzustellen, ob sich tatsächlich eklatante Unterschiede im Schwierigkeitsgrad ergeben.

War ja vorauszusehen, dass dieses Kapitel noch nicht durchgestanden ist. Zöllners „unabhängiger“ Experte wird voraussichtlich nichts entdecken, was natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen sein wird, die eine Vertuschung des Lecks in der Verwaltung vermuten. Schließlich ist noch immer nicht klar, welchem Umstand es eigentlich zuzuschreiben ist, dass die Lösungen ursprünglich ans Tageslicht kamen.