Der Kulturfrühling in Frankfurt startet mit einem neuen Blick auf die internationale Gegenwartsfotografie. Der Kulturfonds RheinMain initiierte das Kooperationsprojekt „Making History“ und beleuchtet die Hintergründe zeitgenössischer Bilder, und wie sie unser Bild von Geschichte prägen.

Wie manifestieren sich heute geschichtliche Ereignisse in Bildern? Wie prägen Fotografien unser Bild von Geschichte und welche Bilder werden uns vorenthalten? Diesen Fragen geht die Ausstellung „Making History“ ab dem heutigen Freitag, den 20. April 2012 bis zum 08. Juli 2012 nach. Auf insgesamt 2150 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden Besuchern herausragende Positionen zeitgenössischer Fotografie und Videokunst gezeigt. Zu sehen ist die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein, im MMK Museum für Moderne Kunst und im MMK Zollamt.

Thematisch setzen sich 38 Künstler aus 12 Ländern aus verschiedenen Perspektiven mit dem Historienbild der Gegenwart auseinander. In ihren Arbeiten nutzen sie Formen der Reportage, der Inszenierung und der fiktiven Erzählung um der Frage nach der Beeinflussung von Realität durch Medienbilder nachzugehen. Dabei hat jeder der drei Ausstellungsorte einen anderen Schwerpunkt.

Die Ausstellung zeigt, dass der Fotojournalismus heute in vielen Fällen die Funktion des früheren, klassischen Historienbildes eingenommen hat: den historischen Moment festzuhalten. Auch ist zu erkennen, dass sich immer mehr Künstler verstärkt auf die Mediatisierung von Ereignissen beziehen, als auf diese selbst.

Die Ausstellung „Making History“ ist Teil der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein Main. Mehr Informationen zu RAY 2012 und „Making History“ gibt es hier.

Making History
Eintritt 8€, ermäßigt 4€ an allen drei Ausstellungsorten
Di – So 10h – 18h
Mi 10h – 20h
Mo geschlossen