München ist nicht nur der Schauplatz des Oktoberfests und Heimat des erfolgreichsten Fußballklubs Deutschland, sondern auch die größte Verlagsstadt Europas und somit eine traditionsreiche Literaturstadt. Im Juni 1997 eröffnete daher auch das Literaturhaus München.

Geschichte

Das Literaturhaus München befindet sich am traditionsreichen Salvatorplatz, in einem im massiven Renaissance-Stil erbauten Gebäude aus dem Jahr 1885. Im Erdgeschoss beherbergte dieses den Markt, die oberen Stockwerke wurden für Schulunterricht genutzt. Seit dem Jahr 1925 beherbergte das Bauwerk die erste Mädchenrealschule Bayerns. Nach der Gründung der »Stiftung Buch-, Medien- und Literaturhaus München« durch Buchhändler und Verleger zusammen mit der Landeshauptstadt München im Jahr 1993 begann im Jahr 1995 der Umbau des Gebäudes. Bereits zwei Jahre später wurde das Literaturhaus München eröffnet. Dabei fühlt sich das Haus besonders dem bayrischen Schriftsteller Oskar Maria Graf und dem Literaturnobelpreisträger Thomas Mann, der vierzig Jahre in München lebte, verbunden.

Programm

Das Haus der Literatur ist ein offenes Haus für alle Themen rund ums Buch. Für alle Literaturinteressierten werden Seminare, Workshops und Tagungen angeboten. Ebenso werden in etwa 150 Lesungen und weitere Veranstaltungen, internationale Bestseller und neue, innovative Autoren vorgestellt. Eine Anregung für Diskussionen und Reflexionen über Grundfragen der Literaturszenen und aktuelle Themen bietet das Haus mit jährlich etwa fünf Ausstellungen. Das Literaturhaus ist auch besonders ein Treffpunkt für Schriftsteller, Verleger und Buchhändler. Des Weiteren koordiniert das Literaturhaus München die „Bayerische Akademie des Schreibens“, die junge Autoren auf verschiedenen Schreibebenen mit flexiblen Seminaren unterstützt.

Besondere Angebote

Einen außergewöhnlichen Blick auf Literatur bietet das Haus für Schulklassen, so werden unter anderen speziell pädagogisch ausgearbeitete Führungen mit zusätzlichen Materialien für Lehrer angeboten.
Ein Ort des Austauschs und der Begegnung sowie eine Verbindung des literarischen und kulinarischen Genusses bildet die Brasserie OskarMaria im Erdgeschoss. Auch das Ambiente ist faszinierend, so verbindet die Architektur großstädtisches Flair und Kaffeehaus-Charme, abgerundet mit einem Oskar Maria Graf-Denkmal.
Die architektonisch bedeutenden Räume des dritten Stocks, einschließlich der Bibliothek, können auch für Versammlungen gemietet werden.