Zum ersten Mal muss sich Köln dieses Jahr nicht mit einer einzigen Ausgabe der lit. Cologne begnügen. Statt nur im Frühjahr mit Lesungen und Literaturevents aufzuwarten, haben sich die Veranstalter nun entschieden, im Herbst gleich noch eine zweite, etwas verkleinerte Variante ins Leben zu rufen.

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Was genau hinter der Idee der „lit. Cologne Spezial“ steckt, kann man nur vermuten. Laut Veranstalter erfülle man zum einen den Wunsch des Publikums, eine Reihe von Lesungen auch unabhängig vom Festival im Frühjahr zu ermöglichen, zum anderen komme man den zahlreichen Anfragen von Verlagen entgegen, die immer wieder nach einer Zusammenarbeit im Herbst gefragt hätten.

Wie die Gründe auch aussehen mögen, sie haben jedenfalls fraglos mit dem großen Zuspruch zu tun, den die reguläre lit. Cologne erfährt. Warum also nicht noch ein bisschen Kaufpotential mit einer kompakteren Zweitversion ausschöpfen? Die Terminlage vom 12. bis 17. Oktober ist zudem strategisch ideal gewählt, denn parallel findet in Frankfurt die Buchmesse statt.

So kann man problemlos auf den fahrenden Zug aufspringen und noch ein bisschen zusätzliche Berichterstattung, und damit kostenlose Werbung abgreifen. Der Gedanke ist clever und eine interessante Ergänzung zu anderen Kölner Buch-Events wie dem „Rheinlesen“ oder „Literatur in den Häusern der Stadt“.

Insgesamt soll es neun Veranstaltungen mit hochkarätigen Autoren geben. Das Programm hält man allerdings noch bis zum 5. September zurück. Ab dann ist es auf der Homepage des Festivals einzusehen.