In Frankfurt am Main blüht nicht nur die Wirtschaft sondern auch die Kultur. So bietet die Stadt zahlreiche Kulturstätten, in denen Ausstellungen, Konzerte und der Gleichen die Besucher anlocken. Zu den interessantesten Kultureinrichtungen gehören die Alte Oper und der Neue Portikus. Aber auch die Festhalle wartet mit Kultur auf.

Die Kulturstätten Frankfurts sind oft an sich schon faszinierende Bauwerke mit einer spannenden Geschichte. So wie die Alte Oper, zu deren Eröffnung auch Kaiser Wilhelm I kam oder das dunkle Kapitel der Festhalle in der Nazi-Zeit.

Frankfurts Kulturstätten: Die Alte Oper und die Festhalle

Die Alte Oper gehört zu den schönsten Bauten in Frankfurt. Eröffnet wurde sie 1880. Die Bürger standen der Oper zunächst sehr kritisch gegenüber, da sie statt geplanter 2 Millionen Mark, ganze 20 Millionen an Steuergeldern verschlang. Doch die Investition lohnte sich,die Oper wurde zum Schauplatz vieler Erstaufführungen und lockte hohen Besuch in die Stadt am Main. Nachdem sie im Zweiten Weltkrieg stark getroffen wurde, forderten einige Politiker den abriss. Doch Bürgerinitiativen setzten sich für den Erhalt der Alten Oper ein. So ist sie auch heute noch eine zentrale Kulturstätte Frankfurts.

Die Geschichte der Festhalle ist weniger rühmlich. Errichtet wurde sie 1908 als Mehrzweckhalle auf dem Frankfurter Messegelände. Mit dem großen Freiplatz davor und der Kuppel macht die Halle einen imposanten Eindruck. Die Internationale Luftfahrtausstellung gehörte zu den ersten Veranstaltungen in der Halle. Die Geschichte der Festhalle bekam im Jahr 1938 einen großen Schatten. Im Zuge der Novemberpogrome wurden hunderte jüdische Bürger in die Festhalle getrieben und schwer misshandelt. Die Festhalle war Ausgangspunkt für die ersten Deportationen. Dem Gebäude kommt damit eine wichtige Rolle im Holocaust zu. Heute erinnert eine Gedenktafel an das düstere Kapitel Frankfurts.

Die Halle wird wieder als Veranstaltungsort genutzt. Es finden Konzerte und Messen statt. Zudem wird sie derzeit restauriert, das einst vorhandene Blattgold wird wieder aufgetragen.

Neuer Portikus und der Poelzig-Bau

Der neue Portikus auf der Maininsel dient als Ausstellungshalle. Der Bau begann im Jahr 2002 und war nicht unumstritten. Umweltschützer klagten dagegen und auch die Kunstwelt zweifelte am Nutzen des Gebäudes. Nach Ausstellungen von beispielsweise Tomas Saraceno und Dan Perjovschi hat sich aber die Zweckmäßigkeit des Neuen Portikus bewiesen, heute ist das Gebäude ein beliebtes Ziel von Kunst-begeisterten.