Krippenplätze in München

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Entgegen dem bundesweiten Trend, hatte München in den vergangenen fünf Jahren einen Geburtenüberschuss. In Zeiten von Überalterung der Bevölkerung und Kindermangel sicherlich ein erfreulicher Fakt, aber Eltern beklagen sich immer häufiger über mangelnde Kita- und Krippenplätze in der Münchner Landeshauptstadt.

Der Oberbürgermeister rechtfertigt sich mit 2.600 errichteten Krippenplätzen seit 1990 und einem zehnmal höheren Anteil an Krippenplätzen pro 100.000 Einwohner als im übrigen Bayern. Die Nachfrage ist jedoch beträchtlich gestiegen und die Stadt entschuldigt die fehlenden Plätze mit fehlenden Grundstücken und Fachpersonal und der Zeit die die Planung und der Bau neuer Einrichtungen in Anspruch nimmt.

Aber nicht nur die fehlenden Plätze machen es Eltern schwer ihren Kleinen einen Platz zu sichern. Eine Anmeldung in einer Kindertagesstätte erfolgt nur an bestimmten Tagen im Monat und zu bestimmten Zeiten. Jede Einrichtung hat dabei auch noch ihre eigenen Zeiten, die sich nicht gerade nach den Arbeitszeiten werdender Mütter richten.

Warten, warten und nochmals warten lautet dann die Devise oder man nimmt eine Nanny oder einen Babysitter in Anspruch.

Um die lieben Kleinen in gute Hände zu geben ist also Eigeninitiative gefragt. Informieren sie sich über Elterninitiativen in ihrer Nähe und nehmen sie mit ihnen Kontakt auf. Das ist wohl eine größere Chance als auf den Rückruf der Kinderkrippen zu warten. Diese Dienstleistungen dürften in München gefragt sein wie nie.