Dem Kölner sein Naturell und seine Sprache sind sehr deftig. Genauso ist auch die Kölner Küche. So hat der halve Hahn absolut nichts mit einem halben Hähnchen zu tun.

Es ist immer wieder ein Spaß wert, wenn dieses Gericht von Gästen in einer Kneipe bestellt wird und sie zu ihrem Erstaunen nur ein Roggen-Brötchen mit Gouda-Käse serviert bekommen. Ein echter Kölner isst gerne Fleisch, aber auch sehr gerne süß.

Typisch Kölsche Spezialitäten

Ein ehemaliger Festtagsschmaus, der in Köln immer noch als eine Spezialität gilt, ist der Rheinische Sauerbraten. Ein Muss in der Kölnischen Küche sind deftige Fleisch- und Wurstgerichte genauso wie Eintöpfe mit Kartoffeln, Kohl oder Bohnengemüse. Beliebt in der Kölner Küche sind auch Muschelgerichte. Die Reibekuchen aus Kartoffelteig werden in verschiedenen Varianten angeboten. Es gibt zum Beispiel die süße Variante mit Apfelmus oder die deftige Variante mit Meerrettich und Lachs. Ein Traditionsgericht in der Kölner Küche ist das Gericht Himmel und Erde. Dieses Gericht ist eine Kombination aus Kartoffeln, Blutwurst und Apfelmus. Bekannt ist die Kölner Küche für den rheinischen Kaviar. Dies ist nichts anderes als Blutwurst, die mit Zwiebeln oder Roggen-Brötchen serviert wird. Kölnische Gerichte bestehen meist aus Herzhaftem verbunden mit Süßem. So wird zum Beispiel einer Bratensoße Rosinen, Lebkuchen oder Aachener Printen hinzugefügt. Auch Mutzen sind typisch für die Kölner. Mutzen sind kleine Kugeln, die aus frittiertem Mürbeteig bestehen. Sie werden mit verschiedenem Süßen angerichtet.

Das fließende Gold

Wofür die Kölner am berühmtesten sind, darf natürlich nicht zum Essen fehlen, das Bier. Das Kölsch ist ein obergäriges Vollbier. Dieses Bier wird aus einem speziellen Glas, genannt Stange getrunken. Etwa dreißig verschiedene Kölsch-Sorten stehen in den Gaststätten zur Auswahl. Dies kann obergäriges Bier, trüb und klar, Hefeweizen oder Schwarzbier sein.