Plastinator Dr. Gunther von Hagens gehört zu den eher umstrittenen Zeitgenossen. Seit Jahren sorgen seine „Körperwelten“ immer wieder für Aufregung und Diskussionen um Moral und Ethik. Gänzlich unumstritten kommt jedoch seine nicht weniger spektakuläre Tierausstellung daher. Der Kölner Zoo zeigt sie aktuell bis zum 30. September.

Wie es unter dem Fell der meisten Zoobewohner aussieht, sieht man in der Regel nicht. Wer aber schon immer mal einen Blick auf Nervensystem, Knochenbau, Muskulatur und Organe von Elefant, Gorilla und Giraffe werfen wollte, bekommt jetzt im Rahmen der Ausstellung „Körperwelten der Tiere“ eine ideale Chance.

Auf etwa 1000 Quadratmetern zeigt der Kölner Zoo in der Mehrzweckhalle des Tropenhauses und im Nashornhaus 20 Ganzkörper-Plastinate und jede Menge Einzelpräparate. Höhepunkt dabei ist eine 6 mal 3,50 Meter große Elefantenkuh – das größte Lebewesen, das jemals plastiniert wurde. Neben dem Staunen gibt es aber auch einiges zu lernen. Dass etwa alleine im Rüssel 40.000 Muskeln arbeiten, gehört nicht unbedingt zum Allgemeinwissen.

Die Ausstellung war zuvor bereits im Neunkircher Zoo, in Mannheim und im Naturhistorischen Museum Wien zu sehen und zog bislang insgesamt rund 300.000 Besucher an. Köln wird hier in den kommende 5 Monaten sicher noch einiges hinzufügen. Ganz günstig ist die Angelegenheit allerdings nicht. Ein Ticket kostet regulär 21 und ermäßigt 12,50 Euro (Kinder von 4 bis 12 Jahren sind mit 4,50 Euro dabei). Dafür ist der Zoobesuch im Preis allerdings auch bereits mit enthalten.