Kölns romanische Kirchen: Eine Ausstellung im Stadtmuseum

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Wenn eine Stadt für ihre Kirchen bekannt ist, dann Köln. Wer neben dem Dom auch andere christliche Bauwerke mit jahrhundertealter Geschichte kennen lernen will, bekommt einiges zu sehen. Dass die romanischen Exemplare jedoch heute gänzlich anders aussehen als noch vor dem Zweiten Weltkrieg, wissen die wenigsten. Eine aktuelle Ausstellung blickt deshalb einmal in der Zeit zurück.

St. Severin

„Ein bunter Traum!“ ist dasjenige überschrieben, was es bis zum 16. September im Kölnischen Stadtmuseum zu sehen gibt. Untertitelt mit „Kölns romanische Kirchen im Historismus“, erlaubt die Ausstellung einen Blick auf einen längst nicht mehr existenten Look von kirchlichen Bauwerken wie St. Aposteln, Groß St. Martin und St. Severin.

Als Kölns romanische Kirchen nach Kriegsende wieder aufgebaut wurden, entfernte man zugleich die verspielten Zierelemente früherer Epochen. Mit der kirchlichen Kunst des 19. Jahrhunderts wollte man damals nichts mehr zu tun haben. Heute mag das so mancher bedauern, und die Ausstellung zeigt, warum das seinen guten Grund hat.

Um 1820 setzte sich in Köln ein Bewusstsein für die Wertigkeit der mittelalterlichen Kirchen der Stadt durch, und man begann, sie Zug um Zug zu verschönern, zu restaurieren und neu zu gestalten. Anfang des 20. Jahrhunderts erstrahlten sie in neuem Glanz, ausgestattet mit prächtigen Wandmalereien, Mosaiken, Skulpturen und Altären.

Das Kölnische Stadtmuseum lässt diese Epoche nun wieder aufleben und zeigt Bilder, Pläne, Entwürfe und andere Exponate, die von der einstmals großen Pracht der romanischen Kirchen Kölns zeugen. Begleitend erscheint im Emons-Verlag ein Buch mit zahlreichen Abbildungen.

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Kölnisches Stadtmuseum
Zeughausstraße 1-3, 50667 Köln

Öffnungszeiten:
Dienstag 10 bis 20 Uhr , Mittwoch bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Feiertage 10 bis 17 Uhr,
jeden ersten Donnerstag im Monat 10 bis 22 Uhr

Eintritt:
regulär 5, ermäßigt 3 Euro