Und wieder wird es mitten im Sommer äußerst düster am Rhein. Das hat allerdings nicht etwa mit einer plötzlichen Sonnenfinsternis zu tun, sondern vielmehr mit dem alljährlich stattfindenden Amphi Festival, zu dem sich bekanntlich vor allem schwarz gekleidetes Publikum einfindet. Headliner dieses Jahr: The Sisters of Mercy.

Im Grunde könnte es keine passendere Stadt als Köln für das dunkle Zwei-Tages-Event geben, denn Verkleiden gehört hier nun mal zur karnevalistischen Kultur. Beim Amphi Festival ist die Farbvielfalt zwar deutlich eingeschränkt, doch im regulären Alltagslook lässt sich hier kaum jemand finden. Dass überwiegend schwarze Kostümierung allerdings bemerkenswert fantasievoll ausfallen kann, davon darf man sich am 21. und 22. Juli erneut selbst überzeugen.

Zum mittlerweile bereits achten Mal steht der Tanzbrunnen zwei Tage lang ganz im Zeichen von Gothic, EBM und Elektromusik, und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Szene kommt deutschland- wie europaweit angereist und zahlt dabei bereitwillig die 75 Euro, die ein Wochenendticket kostet. Die Nachfrage ist in diesem Jahr sogar derart hoch, dass die Veranstalter das Tageskassenkontingent bereits vorab zur Reservierung bereit stellen.

Außenstehenden werden die Namen der meisten Acts zwar nichts sagen, doch den Fans kann das egal sein. Neben Headliner Andrew Eldritch, der als einziges Gründungsmitglied immer noch unter dem Bandnamen der „Sisters of Mercy“ auftritt, gibt es unter anderem Corvus Corax, Nachtmahr, DAF, Blutengel und Project Pitchfork zu sehen.

Ergänzend zu den regulären Konzerten wartet das Festival mit einem reichhaltigen Begleitprogramm auf, darunter Filmvorführungen, Partys, Autogrammstunden, Verkaufsstände und anderes mehr. Zusätzlich stehen Angebote für Kinder und Familien bereit.